Fassungslosigkeit in Guxhagen nach Gewaltverbrechen an 83-Jährigem

Guxhagen. Ein am Freitag bei einem Brand in Guxhagen tot geborgener 83-jähriger Mann ist offensichtlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. In der Nachbarschaft herrscht Fassungslosigkeit.

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Zunächst war die Polizei nur von einem Brand ausgegangen. Doch die gerichtsmedizinische Untersuchung des Leichnams ergab, dass der Mann Opfer eines Gewaltverbrechens war. 

Der 83-Jährige war am Freitagvormittag von der Feuerwehr bei Löscharbeiten in seinem Einfamilienhaus an der Guxhagener Heinrich-Klimmer-Straße geborgen worden. Sein Leichnam wies laut Polizei schwerste Kopfverletzungen auf. Im Haus, in dem der Mann allein lebte, wurden neben Brand- auch Kampf- und Blutspuren gefunden.

Die Polizei ermittelt jetzt nach eigenen Angaben wegen eines Tötungsdeliktes. Eingebunden in die Ermittlungsarbeit wurde der Erkennungsdienst des Polizeipräsidiums Nordhessen. Das Hessische Landeskriminalamt ist mit dem Gutachten zu den Brandursachen befasst.

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Nach Erkenntnissen der Polizei war der 83-Jährige zuletzt am Mittwochvormittag lebend gesehen worden. Die Kriminalpolizei fragt nun: Wer hat im Bereich des Hauses Heinrich-Klimmer-Straße 2 in Guxhagen zwischen Mittwoch und Freitag Personen oder Fahrzeuge wahrgenommen?

Im Umfeld der Heinrich-Klimmer-Straße macht sich seit Freitag Fassungslosigkeit breit. Nachbarn berichteten, sie seien dem 83-Jährigen vorwiegend auf der Straße begegnet, man habe sich nett gegrüßt und sei manchmal kurz ins Gespräch gekommen. Auch an Straßenfesten habe der Mann sich beteiligt. Ansonsten soll er sehr zurückgezogen gelebt, kaum Besuch empfangen und nur wenige Verwandte gehabt haben. Eine Betreuerin des kirchlichen Besuchsdienstes berichtete, der 83-Jährige sei auf der Straße stets freundlich gewesen, seine Haustür habe er aber gegen die Außenwelt weitgehend abgesperrt.  (lgr)

Hinweise: Polizei Homberg, Tel. 0 56 81 / 77 40

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Quelle: HNA

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