Mordverdacht erhärtet sich

Zugriff in Verna: Freundin des Beschuldigten wieder frei – Tatwaffe scheint gefunden

Frielendorf-Verna. Nach der Festnahme eines mutmaßlichen Mörders in Frielendorf-Verna am Montagabend, hat die Polizei die Freundin des 38-jährigen Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Dies teilte die Staatsanwaltschaft Fulda auf HNA-Anfrage mit. Zudem erhärtet sich nach einem Hinweis durch die Freundin der Mordverdacht gegen den Beschuldigten massiv.

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Grund: die mutmaßliche Tatwaffe, mit der der Arbeitslose aus Grünberg einen 17-jährigen Münchner am Freitag in Fulda erschossen haben soll, ist nach einer Ortsbeschreibung der 30-jährigen Frau gefunden worden. „Das ist ein weiteres stark belastendes Mosaiksteinchen bei der Aufklärung dieses Falles“, sagt Harry Wilke, Sprecher der Fuldaer Staatsanwaltschaft. Die Pistole, Kaliber neun Millimeter, hatte die Frau gemeinsam mit ihrem Freund in der Nähe der A5 vergraben.

Dieser Artikel wurde um 15.35 Uhr aktualisiert.

Die 30-Jährige führte die Polizeibeamten zu der Stelle. Ob es sich bei der dort gefundenen Waffe um die Tatwaffe handelt, könnten erst ballistische Untersuchungen beweisen, sagte Wilke. Aber alles spreche dafür. Bereits am Dienstagabend wurde ein Haftbefehl gegen den Grünberger wegen Mordes und versuchten schweren Raubes gestellt. Gegen die Freundin des in Untersuchungshaft sitzenden Mannes hat laut Staatsanwaltschaft kein dringender Tatverdacht bestanden.

Es müsse nun erst geprüft werden, inwieweit die Frau eingeweiht war. Die 30-Jährige, die am Montag mit ihrem Freund in Frielendorf-Verna auf einer Geburtstagsfeier ihrer Tante eingeladen und beim Verlassen des Hauses von SEK-Beamten verhaftet worden war, sei bereits Dienstagabend wieder freigelassen worden. Es wurde kein Haftbefehlsantrag gestellt.

 Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte, schweigt der mutmaßliche Mörder bislang zu der Tat, die er bei einem fingierten Autokauf auf einem Fuldaer Parkplatz verübt haben soll. Sowohl er, als auch seine Freundin würden anwaltlich vertreten. Derzeit sitzt der 38-Jährige in U-Haft. Zum genauen Aufenthaltsort will die Staatsanwaltschaft keine Angaben machen. Wann es zur Anklage komme, sei noch unklar. (bal)

Quelle: HNA

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