Hungerstreik beendet: Ministerium sichert bessere Haftbedingungen zu

Schwalmstadt. Der Hungerstreik der Ziegenhainer Sicherungsverwahrten ist beendet. Das teilt deren Sprecher Rainer Momann mit.

Update

Dieser Artikel vom 15.11. wurde am 16.11. aktualisiert.

Es seien den Sicherungsverwahrten, insbesondere was die derzeitige Unterbringung angeht, in wesentlichen Punkten Zugeständnisse gemacht worden. Dies habe die Gefangenen dazu veranlasst, den Hungerstreik zu beenden.

Nicht nur verbesserte Haftbedingungen seien den Häftlingen in der Gesprächsrunde am Montag mit Vertretern des Justizministeriums und der Anstaltsleitung vorgestellt worden. Es sei zudem ein regelmäßiger Austausch zwischen Sicherungsverwahrten und Justizministerium vereinbart worden.

Um das Treffen zu erzwingen, hatten die Gefangenen nach eigenen Angaben fast zwei Wochen lang keine Nahrung zu sich genommen, den Hungerstreik aber am Samstag abgebrochen.

Im Gefängnis sei am Montag ein Gespräch in „sachlicher und konstruktiver Atmosphäre“ geführt worden, erklärte Staatssekretär Rudolf Kriszeleit. Bereits seit Monaten beschäftigen sich seinen Angaben nach im Ministerium Fachleute mit der Gestaltung der alltäglichen Lebensbedingungen der Sicherungsverwahrten. Dabei gehe es insbesondere um die räumliche Abgrenzung der Sicherungsverwahrten von den Häftlingen, die ihre Strafe noch nicht verbüßt haben. „Dabei sind kleinere Wohngruppen mit größeren Zimmern und individuelleren Ausstattungsmöglichkeiten für die Verwahrten ebenso denkbar wie eine großzügigere Nutzung des Freigeländes oder bessere Besuchsmöglichkeiten Angehöriger“, betonte der Staatsekretär. Auch die guten Arbeitsmöglichkeiten einer großen Anstalt wie in Ziegenhain sollen für Verwahrte erhalten bleiben. (syg)

Quelle: HNA

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