Kreuz vor der St. Brigida-Kapelle nach 130 Jahren wie neu

Hochkreuz am Büraberg in Ungedanken wurde restauriert

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Ortstermin am Hochkreuz vor der St. Brigida-Kapelle: von rechts Hannelore Mauritius (Förderverein), Jürgen Bubenhagen (KSK), Alfred Matthäi (Förderverein), Wolfgang Josef (Förderverein) Kaplan Jürgen Kämpf, Dr. Peter Trosse (Förderverein), Erwin Stingl, Ludwig Fölsch und Otto Martin (alle von den Rasslern).

Ungedanken. In den fast 150 Jahren, in denen das Hochkreuz vor der St. Brigida-Kapelle auf dem Büraberg in Ungedanken steht, hatten Wind und Wetter deutliche Spuren hinterlassen. Jetzt wurde es in aufwendigen und 18 Monate langen Arbeit von Restauratorin Silke Schaper aus Homberg/Ohm restauriert.

Der Korpus des Gekreuzigten wurde im heimischen Atelier restauriert, der Sockel samt Kreuz eingerüstet und vor Ort restauriert.

Aufwendig erneuert: Das Hochkreuz auf dem Büraberg.

An den Kosten beteiligten sich mehrere Spender. 1500 Euro stellte die Kreissparkasse Schwalm-Eder aus der Sparkassenstiftung zur Verfügung. Das Hochkreuz habe nicht nur für Ungedanken und die katholische Kirchengemeinde, sondern für die gesamte Region eine große Bedeutung, sagte Direktor Jürgen Bubenhagen vor Ort.

Weitere Spenden kamen von den Rasslern aus Ungedanken, einer Gruppe Männer, die zwischen Gründonnertag und Karsamstag mit ihren Rasseln den Glockenschlag ersetzen, sowie vom Förderverein St. Brigida, die sich beide jeweils mit 1000 Euro an der Restaurierung beteiligten.

Wie Kaplan Jürgen Kämpf beim Ortstermin auf dem Büraberg sagte, wurde dort 1737 der erste Kreuzweg mit sieben Stationen errichtet. Nach der Erneuerung 1860 waren es dann 14 Stationen.

Bei den Prozessionen ist das Hochkreuz von 1868 immer die Abschlussstation und hat daher eine große Bedeutung. Das Kreuz ist eine Spende der Lehrerin Catherina von Rinteln. Eingeweiht wurde der gesamte Kreuzweg 1882 durch den damaligen Bischof von Fulda Georg Kopp, der später Kardinal von Breslau wurde.

Bereits seit dem 18. Jahrhundert findet am Sonntag vor Christi Himmelfahrt die vom Fritzlarer Stift initiierte Bittprozession von Fritzlar und Ungedanken zum Büraberg statt, eine Sternwallfahrt, wie Kaplan Kämpf sagte.

Quelle: HNA

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