Aus nach 261 Jahren: Kurt Simmen dreht den Zapfhahn zu

Ein letztes Bier: Kurt Simmen zapfte Freitag das letzte Bier für Freunde und Stammgäste in seiner Kneipe. Danach schloss er seine Kneipe für immer. Foto: Hebeler

Großenenglis. In der Gastwirtschaft von Kurt Simmen sind die Lichter endgültig erloschen: Nach 261 Jahren Dorfschänke Simmen zapfte der rüstige Wirt am Freitag das letzte Bier für seine Stammgäste und Freunde. Nun will der 73-Jährige in einen neuen Lebensabschnitt - den Ruhestand - starten.

„Geht schon!“, das ist der Spruch, den die Großenengliser sofort mit Kurt Simmen verbinden. Denn das Urgestein war für alle Arten von Veranstaltung in seiner Gastwirtschaft offen. Selbst wenn mehrere Vereine gleichzeitig dort tagen wollten, er machte es möglich. Und dabei konnte es dann auch schon mal vorkommen, dass eine der Gruppen kurzerhand im Wohnzimmer von Kurt Simmen untergebracht wurde.

Pfarrer Günther Weyershäuser brachte es auf den Punkt: „Hier bei Kurt Simmen war das Wohnzimmer von Großenenglis." Die Gastwirte hätten gegenüber den Pfarrern einen großen Wissensvorsprung, sagte Weyershäuser. „Sie wissen viel mehr über die Alltagssorgen der Gemeindemitglieder, als wir je erfahren.“

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Quelle: HNA

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