Koran-Verbrennung: Lage für Soldaten aus Schwarzenborn weiter gefährlich

Schwarzenborn/Mazar-I-Scharif. Seit Anfang des Jahres sind 500 Soldaten aus Schwarzenborn im afghanischen Mazar-I-Scharif stationiert. Auch diese Region ist von den Gewaltausbrüchen betroffen, die nach der Verbrennung von Koran-Ausgaben aufgeflammt sind. Die Lage sei konstant gefährlich, sagt die Bundeswehr.

„Dennoch hat es bis jetzt keine Zwischenfälle gegeben, die unsere Soldaten betreffen“, erklärte Oberstleutnant Willi Dechert, der derzeit das Kommando über die in Schwarzenborn verbliebene Truppe hat, auf Anfrage der HNA.

Diese Nachricht habe er am Wochenende aus Afghanistan erhalten. Eine Nachrichtenlage, die sich allerdings ändern könnte. Das bestätigte auch ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam. Grundsätzlich sei die Lage konstant gefährlich. Aktuell seien deutsche Soldaten somit nicht stärker gefährdet als üblich, erklärte der Sprecher. Das könnte aber auch einem veränderten Einsatzverhalten geschuldet sein. Die Operationen seien eingeschränkt worden. Derzeit werde die Lage abwartend beobachtet, sagte der Sprecher.

Seit Jahresbeginn werden die Soldaten nach Mazar-I-Scharif verlegt. Inzwischen sei das Gros der Soldaten vor Ort, erklärte Oberstleutnant Dechert. Die Mehrzahl wird von einem Außenposten, einem Feldlager in der Provinz Baghlan im Norden von Afghanistan, aus operieren.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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