Ab sofort

Nach Kritik: Stadt Melsungen ändert die Parkordnung

Kaum Platz für Anwohner: Jennifer Abel, Marvin Bläsing und Jutta Berger werden ab dem kommenden Jahr nicht mehr auf dem Sand parken dürfen. Archivfoto: Dewert

Melsungen. Ab sofort gelten in Melsungen andere Regeln für die Nutzung städtischer Parkplätze. Nach Kritik von Anwohnern und Geschäftstreibenden hatten die Fraktionen von FWG, SPD und CDU jeweils Änderungen vorgeschlagen.

Herausgekommen ist ein gemeinsamer Änderungsantrag, dem das Parlament in seiner Sitzung am Dienstag zustimmte.

Das ändert sich für Parkplatzsucher in Melsungen:

Die Parkplätze. Ab sofort gelten neu ausgestellte gelbe Jahresparkscheine nicht mehr auf den Parkplätzen Am Sand und Stadthalle. Für alle bereits ausgestellten Parkscheine ändert sich nichts, sie genießen Bestandsschutz. Die Parkplätze am Sand und Stadthalle sollen für Einkaufende und Besucher zur Verfügung stehen. Die Parkdauer wird daher auf vier Stunden beschränkt. Auf den Parkplätzen Alter Friedhof, Parkpalette und Kesselberg kann mit den Jahresparkscheinen weiterhin geparkt werden.

Am Kesselberg sollen außerdem die Parkplätze auf dem Parkstreifen parallel zur Straße bewirtschaftet werden. Derzeit war dort freies Parken möglich.

Die Anwohner. Die Anwohner erhalten für eine Genehmigungsgebühr von elf Euro einen Anliegerparkausweis. Sie dürfen nicht auf den Plätzen für Kurzparker stehen. Spätestens ab dem 21. Juli 2016 fallen dann die Parkplätze am Sand und an der Stadthalle für sie weg. Hinzu kommt ein Provisorium.

Neues Parkhaus. Die Ausschreibung für den Polizeineubau dauert 18 Monate. Erst danach kann mit dem Umbau am Sand begonnen werden. Mit einem neuen Parkhaus ist also nicht vor 2018/2019 zu rechnen. Zu lange, befanden die Stadtverordneten. Sie einigten sich auf die Ausweisung einer provisorischen Parkfläche.

Das Provisorium. Der Magistrat wurde beauftragt, eine geeignete Fläche rund um den Sand für mindestens 50 Parkplätze zu suchen, die kostengünstig und kurzfristig hergerichtet werden kann. Im Gespräch ist beispielsweise der Platz auf dem derzeit die Zirkusse gastieren.

Dagegen sprach sich Holger Braun, Grünen-Chef, aus. Die Freizeit- und Skateanlage wäre dann von Parkplätzen gesäumt. Aus gesundheitlichen Aspekten und Gründen der Sicherheit lehnen die Grünen diese Fläche ab. Die finale Entscheidung ist noch nicht getroffen, aber es soll wohl der Zirkusplatz werden.

Die neue Parkfläche soll die Umgestaltung des Fulda-Ufers nicht behindern. Es ist mit Kosten von etwa 35.000 Euro zu rechnen.

Quelle: HNA

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