Wickeltanz als Höhepunkt der Kirmes in Breuna - Heftiger Regen führt zu Verzögerung

Nach dem Küssen ab ins weiche Stroh

Rutschpartie ins Stroh: Zahlreiche Zuschauer sahen den Pärchen bei der Bewältigung des Wickeltanz-Parcours zu. Foto: Hoffmann

Breuna. Was ein Pech! Pünktlich zum geplanten Start des Wickeltanzes, traditioneller Höhepunkt der Breunaer Kirmes, öffnete am Montagabend der Himmel über dem Wolfhager Land seine Schleusen. Heftiger Regen prasselte aufs bunt geschmückte Dorf herab, selbst Schirme konnten da bei der wartenden Menge an den Straßenrändern nicht mehr viel ausrichten. Klatschnass suchten die Zuschauer Zuflucht im Festzelt.

Das kühle Nass von oben war selbst den tapferen Kirmesburschen zu viel des Guten. Erstaunlich, bedenkt man einmal all die Strapazen der vergangenen Wickeltänze, die sie da über sich ergehen lassen mussten. Da war ein wenig Wasser noch das geringste Übel gewesen. Doch irgendwie schienen die Breunaer in diesem Jahr alles ein bisschen ruhiger angehen zu wollen, als sie ihre Straßengaudi mit fast einstündiger Verspätung dann doch noch starteten. Da riss zumindest über Breuna die Wolkendecke auf, ein paar Sonnenstrahlen kitzelten das Partyvolk, das über einen alten Hänger direkt in einen Wickeltanz mit Schonwaschgang rutschte.

Die Fahnen verhüllten zwar wie gewohnt die gutgelaunten Paare, die sich wie immer munter durch den Abend knutschten, doch irgendwie sahen sie dabei erstaunlich sauber aus. Keine klebrigen Hühnerfedern, keine schmutzigen Brühen. Lediglich ein paar Styroporkügelchen mussten sie sich um die Nasen pusten lassen, bevor sie durch einen Schlauch gen Tränke krabbelten.

Eine Kurzversion des dem Spektakel seinen Namen gebenden Wickeltanzes hinter sich gebracht, wartete wenige Meter entfernt bereits die große Rutsche, die die Paare in einen Stapel weicher Stohballen beförderte.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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