Grebenauer feierten die Verkehrsfreigabe ihrer Brücke und der B83

Abbruchfest: Kurz vor dem Abriss ihrer 66 Jahre alten Fuldabrücke feierten die Grebenauer im Juni vergangenen Jahres ein Fest auf dem Bauwerk. Foto: M. Siebert/nh

Guxhagen/Körle. Nach mehr als einem halben Jahr Bauzeit können Autofahrer wieder die Bundesstraße 83 zwischen Körle und Guxhagen nutzen.

Damit müssen die Einwohner der beiden Gemeinden die Verbindungsstraße nicht mehr weiträumig umfahren. Eine große Erleichterung gibt es seit Freitag auch für die Menschen in Grebenau: Sie können ab sofort die neu gebaute Fuldabrücke nutzen und so ihr Dorf auf direktem Weg anfahren oder verlassen.

Das Ereignis feierten gestern Einwohner und Behörden im Feuerwehr-Schützenhaus. Dorthin trieb Starkregen die rund 200-köpfige Festgemeinde. „Wir freuen uns alle“, sagte Jörn Siebert mit Blick auf die Umwege, die der Grebenauer wie alle im Dorf seit Juni vergangenen Jahres auf sich nehmen musste.

Von Anfang an hat Renate Geißer die Arbeiten an der Brücke verfolgt. Gestern fuhr sie bereits vor dem Einweihungsfest einmal über das Bauwerk - und war begeistert: Die neue Fuldabrücke ist breiter als die alte und beim Einfädeln auf die Bundesstraße 83 kann man den Verkehr deutlich besser einsehen als früher, zieht sie eine erste Bilanz.

Guxhagens Bürgermeister Edgar Slawik ließ sich vom Regen die Laune nicht verhageln. Das seien Freudentränen, erklärte der Rathauschef und gab einen Rückblick auf die Brückenbaugeschichte im Ort. 66 Jahre habe die alte Brücke gehalten, erklärte Vizelandrat Winfried Becker.

Endlich ist es vorbei: Übers Jahr hinweg hatte Grebenau eine Großbaustelle vor der Haustür – nun sind die B 83 und die neue Brücke fertig. Archivfoto: Grugel

Die neue Fuldabrücke müsse ebenso lange halten, schrieb er dem Grebenauer Ortsvorsteher Klaus Döring ins Pflichtenbuch, bevor dieser das Wort ergriff und die Baugeschichte Revue passieren ließ.

Laut Becker kostete die Brücke mit etwa 1,6 Millionen Euro weniger als veranschlagt. An den Kosten beteilige sich das Land Hessen mit 920 000 Euro.

Straße ist höher und breiter

Von Juni bis Dezember hat Hessen Mobil auch an der Bundesstraße 83 zwischen Guxhagen und Körle gearbeitet. Die Umbauarbeiten erstreckten sich auf eine Länge von 245 Metern und kosteten 1,4 Millionen Euro. Die Straße wurde laut Hessen Mobil wie folgt verändert:

• Teilweise wurde die Straße bis zu 1,80 Meter angehoben, um sie an die neue Fuldabrücke nach Grebenau anbinden zu können. Nun können Autofahrer vom Brückenbauwerk aus die B 83 beim Einfädeln in den Verkehr besser einsehen.

• In Richtung Körle wurde die Fahrbahn von 5,50 auf 6,50 Meter verbreitert.

• Zur Fulda hin wurde eine 134 Meter lange Stützmauer errichtet. Sie ist ab der Oberkante vom Fundament gemessen zwischen 2,80 und 3,70 Metern hoch.

• Der Hang zur Bahnlinie wurde gesichert. (lgr)

Quelle: HNA

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