Standort in Lohne wird nicht grundsätzlich in Frage gestellt

Nach Luftmessung neuer Boden für Schule

Lohne/Züschen. In der Regenbogenschule in Lohne wird der komplette Bodenbelag inklusive Kleber und Estrich entfernt. Hintergrund sind ein merkwürdiger Geruch, der seit langem in der Schule herrscht, und eine Messung. Diese hatte erhöhte Werte bei Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) ergeben, die als krebserregend gelten.

Ein Gutachter vermute, dass der Linoleumbelag die Ursache des Gestanks sei, sagte Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat im Gespräch mit der HNA. Wenn der Belag raus ist, soll eine neue Messung erfolgen.

Wenn diese, und davon gehen Bürgermeister und Kreisverwaltung aus, keine erhöhten Werte mehr ergibt, werde ein neuer Boden in der Schule verlegt. Der Standort Lohne werde dann nicht in Frage gestellt. Die vierklassige Grundschule unterrichtet ihre Schüler in Lohne und in Züschen.

Das stehe so im Schulentwicklungsplan, der noch drei Jahre lang gilt. Sollten jedoch Gestank und Giftstoffe auch nach der Entfernung des Bodens noch in der Luft liegen, müsse man neu nachdenken, sagte Spogat. Bis dahin gelte, dass die Infrastruktur – also auch der jeweilige Schulstandort – für die Attraktivität der Dörfer von großer Bedeutung sei.

Gabriele Baar, beim Landkreis für die Schulen verantwortlich, betonte, dass die Belastung weit unter den Grenzwerten liege. So sei der bedeutsame Stoff Benzo(a)pyren mit 0,0008 µg (Mikrogramm) pro Kubikmeter Luft nachgewiesen worden. Der Grenzwert betrage 0,012 µmg.

Nach Einschätzungen des Gesundheitsamtes sei damit keine Gesundheitsgefährdung verbunden. Es gebe zudem keinen Zusammenhang mit dem Schimmel im Keller.

Die Arbeiten würden nächste Woche ausgeschrieben. Sie hoffe, dass die Kinder, die zurzeit im Dorfzentrum Lohne unterrichtet werden, noch vor den Sommerferien zurückkehren können. ZUM TAGE

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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