Nach Attacke auf Polizisten: Ein Dieseldieb in U-Haft, zwei auf der Flucht

Habichtswald. Weil er am Mittwoch mit seinem Sprinter bei einer Kontrolle auf der A 44 frontal auf einen Polizisten zugefahren war, muss ein 25-Jähriger nun in Untersuchungshaft. Zwei seiner Mitfahrer sind noch auf der Flucht. Der Polizist rettete sich durch einen Sprung zur Seite.

Dem 25-Jährigen wird vorgeworfen, in der Nacht zu Mittwoch gegen 1 Uhr bei einer Polizeikontrolle frontal auf einen Polizisten zugefahren zu sein. Der Beamte rettete sich durch einen Sprung zur Seite und blieb unverletzt. Alarmiert worden war die Polizei von einem Lkw-Fahrer, an dessen Lastwagen der 25-Jährige und zwei Komplizen Diesel abgezapft haben sollen.

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Als die drei Männer flüchten wollten, schossen die Polizisten auf die Reifen ihres Transporters. Mit Erfolg: Die mutmaßlichen Dieseldiebe hielten das Fahrzeug etwa 500 Meter weiter auf dem Standstreifen der A 44 an und flüchteten zu Fuß. Zwei von ihnen verschwanden in der Dunkelheit. Der 25-jährige mutmaßliche Fahrer wurde gestellt und festgenommen.

Bei dem 25 Jährigen entdeckten die Polizisten ein Ausweisdokument eines 32 Jahre alten Weißrussen. Bei ihm soll es sich nach Angaben des 25-Jährigen um einen seiner Begleiter handeln, die nach wie vor auf der Flucht sind. Auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft wurde auch für den 32-Jährigen ein Haftbefehl ausgestellt. Er ist etwa 1,75 Meter groß und sehr schlank. Er soll eine Glatze mit hellbraunem Haarkranz haben und war in der Nacht zu Mittwoch nach Angaben des 25-Jährigen mit einer dunklen, langen Sporthose und einem ebenfalls dunklen, sportlichen Oberteil bekleidet. Dieses Oberteil soll eine Kapuze gehabt haben.

Der ebenfalls noch flüchtige dritte Verdächtige wurde als etwa 25 Jahre alt und etwa 1,85 Meter groß mit athletischer Gestalt beschrieben. Er soll ebenfalls hellbraune, kurze Haare haben. Die zuletzt getragene Bekleidung beschreibt der nun inhaftierte Tatverdächtige als dunkle, lange Sporthose und gefütterte, vermutlich gesteppte, ebenfalls dunkle, halblange Winterjacke.

Im Laufe des Mittwoch gingen bei der Polizei lediglich ein halbes Dutzend Hinweise zu dieser Personenfahndung ein, aber keiner der bislang überprüften Hinweise führte auf die Spur der flüchtigen Männer. Die Bearbeitung dieses Falles liegt beim K 11 der Kasseler Kripo. Hinweise zu den gesuchten Personen an das Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel, Telefon: 0561 / 9100. (abg/ots)

Quelle: HNA

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