Nachbarn erlebten die Messerattacke: „Es ging alles rasend schnell“

Geschrei, Tumu lt, Polizei und Rettungswagen: Das erlebten die Anwohner und Nachbarn des Drogeriemarktes, vor dem am Montagabend ein 14-Jähriger zwei Männer niederstach.

„Wir sind fassungslos“, sagen die Besitzer eines nahe gelegenen Ladens. Der 40-Jährige und seine Kollegin bereiteten gerade den Feierabend vor, als sie von Radau auf der anderen Straßenseite aufgeschreckt wurden. „Eine Frau rannte hinter einem Jugendlichen her, versuchte ihn am Schlafittchen zu packen, der junge Mann schlug auf sie ein“, berichtet der 40-Jährige. Bei der Frau handelt es sich um die 29-jährige Ladendetektivin.

„Dann kamen zwei Passanten hinzu und wollten ihr helfen – da stach der Jugendliche zu.“ Das Ganze sei rasend schnell passiert, der Vorfall habe keine Minute gedauert. Als sie an den Ort des Geschehens kamen, habe einer der Verletzten bereits in stabiler Seitenlage auf dem Bürgersteig gelegen. Innerhalb kürzester Zeit seien auch Polizei und Rettungswagen vorgefahren. Die beiden Ladenbesitzer von der anderen Straßenseite zeigten sich gestern fassungslos angesichts der Brutalität der Tat. „Wir dachten, dass wir in der behüteten Provinz leben – aber das stimmt wohl nicht mehr,“ sagte der 40-Jährige schockiert.

Es ist auch nicht seine erste Begegnung mit Kriminalität: Erst vor wenigen Tagen hatte ein Einbrecher versucht, in das Geschäft einzusteigen und beim vergeblichen Versuch, die Tür aufzubrechen, großen Sachschaden angerichtet.

Eine andere Anwohnerin hatte am Montagabend noch schnell einige Besorgungen im nahe gelegenen Drogeriemarkt machen wollen. Doch schon an ihrer Haustür sah sie blinkende Blaulichter und die vielen Einsatzfahrzeuge. „Da hab ich es mit der Angst zu tun bekommen und bin sofort wieder zurück ins Haus.“

Das Gefühl, sicher zu wohnen, hat sie verloren: „Es passiert zurzeit einfach viel zu viel Schreckliches.“ (bra)

Quelle: HNA

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