Nachfrage nach Wohnungen in Remsfeld und Rengshausen stieg leicht an

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Lebendiger Ort an der Autobahn: Remsfeld ist wegen der guten Infrastruktur , der Anbindung an die A7 und auch die Internetverbindungen weiter ein beliebter Wohnort, hinten das interkommunale Gewerbegebiet.

Knüllwald. Martina Nöldner betreut seit vielen Jahren die Wohnungsbörse der Gemeinde Knüllwald und staunt zurzeit über den Boom in Remsfeld. Die Nachfrage nach Wohnungen sei im vergangenen halben Jahr angestiegen.

Die Mitarbeiterin der Gemeinde zählt allein in diesem Jahr schon 30 Anfragen. Das seien fast 40 Prozent mehr als sonst.

Martina Nöldner

Zu den Interessenten gehörten vor allem jüngere Menschen, Singles oder junge Familien. Sie suchten vor allem Wohnungen mit Internetanschluss. „Die Wohnungen in Remsfeld sind daher schnell weg“, sagt sie. Dort gibt es über die Telekom eine schnelle DSL-Verbindung in der Hauptstraße, ansonsten ist das Bürgernetz ein weiterer Anbieter, der über Funk das Internet im Ort versorgt.

Weiterer Standortvorteil sei die günstige Verkehrs-Anbindungen an der A7. Das mache Remsfeld zu einer Ausnahme, daher sei es als Wohnort attraktiv, sagte auch Bürgermeister Jörg Müller. Zusammen mit der Infrastruktur, mit Schule, Kindergarten, Bäckern, Banken, Frisör und Edeka, sei das ein Vorteil.

Auch Rengshausen sei auf dem Vormarsch, gute Verbindungen ins Netz, Gastwirtschaften, Lebensmittelhandel und der neue Kindergarten zögen die Menschen an. Die meisten, die in Knüllwald Wohnraum suchen, arbeiten in Kassel oder sogar Göttingen und wünschten sich günstige Mieten aber auch mehr Natur. Auch Höfe würden gesucht, wo man Tiere halten können.

Günstige Wohnungen werden gewünscht

Auffällig sei die Nachfrage nach günstigen Wohnungen, sagte Nöldner. Kaufen wollten die meisten allerdings weniger, obwohl es einige Objekte gebe. Schlechter sehe es in den kleinen Dörfern aus. Dort seien die Internet-Verbindungen oft schlecht. Daher gebe es dort auch mehr Wegzüge.

Zurzeit wohnen 5125 Menschen in Knüllwald, im Juni vergangenen Jahres waren es noch 5160.

In Remsfeld wohnten im Dezember 2013 noch 1191 Menschen. Diese Zahl sei in etwa konstant, heißt es aus der Gemeindeverwaltung.

Vermietung: Die Dörfer stehen weiter hinten an

Die Nachfrage nach Immobilien sei in den Mittelzentren wie Homberg, Fritzlar und Gudensberg relativ stabil, sagte Matthias Vollmer von König Immobilien. Auch Remsfeld gehöre noch dazu. Eine gute Infrastruktur spiele weiter eine Rolle beim Hausverkauf sowie bei den Vermietungen. Die Nähe zur Autobahn und zu Kassel sei weiter relevant. Im nördlichen Kreis sei die Nachfrage nach Wohnungen größer als im südlichen. Der Mietpreis liege in den Mittelzentren zwischen 6 und 7 Euro pro Quadratmeter, in Melsungen und Fritzlar etwas höher als in Homberg. Internet spiele beim Verkauf von Immobilien eine Rolle, das sei bei der Vermietung ebenso.

Auf den Dörfern gebe es oft günstigere Immobilien und Wohnungen. Vollmer glaubt, dass eine gute Breitbandversorgung wieder etwas Schwung in die Wohnungsnachfrage in die Dörfer bringen könne, weil dort die Mietpreise günstiger seien. Durchschnittlich 3 bis 4,50 Euro zahle man, je nach Standard, für den Quadratmeter auf dem Dorf.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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