Oberaulaer Gemeindevertretung segnet gestiegene Personalkosten ab

Nachtragshaushalt nicht nötig

Ibra. Die Gemeinde Oberaula kommt in diesem Jahr ohne einen Nachtragshaushalt aus. Einstimmig haben die Parlamentarier während ihrer Sitzung im DGH Ibra am Montag zwei Einzelbeschlüsse zu den Gemeindefinanzen gefasst, durch die auf eine Neufassung des gesamten Zahlenwerks verzichtet werden kann.

Zum einen ging es um die Erhöhung des Haushaltsansatzes für Personal. Im Kindergarten mussten aufgrund von längeren Krankheitsfällen Vertretungen eingestellt werden.

Weil außerdem die Wochenarbeitsstunden für die Nachmittagsbetreuung erhöht wurden und eine Erzieherin für eine weitere Integrationsmaßnahme benötigt wurde, entstehen zusätzliche Kosten von 34 000 Euro. Weil in der Gemeindekasse und Buchhaltung die Wochenarbeitszeit vorrübergehend erhöht und Überstunden ausgezahlt wurden, fallen dort 4000 Euro Mehrkosten an. Umgewidmet wurden zudem 4000 Euro, die für den Erwerb von Defibrillatoren direkt durch die Gemeinde eingestellt worden waren.

Zuschüsse für Defibrillatoren

Mittlerweile sind diese Rettungsgeräte durch den Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) angeschafft worden, der diese auch betreuen soll. Zum Kaufpreis von 8390 Euro steuerten die Firma Hoffmann und die Feuerwehr Ibra je 1000 Euro bei, 2200 Euro übernahm die Firma Weidemann aus Oberaula. Die verbleibenden 4190 Euro wurden mit dem Beschluss in einen Investitionskostenzuschuss an das DRK umgewandelt.

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Ohne breite Debatte arbeiteten die Parlamentarier auch die übrigen Punkte der Tagesordnung ab. Einstimmig bei einer Enthaltung beschloss das Parlament, dass sich die Gemeinde am Aufbau einer Geodateninfrastruktur für das Gebiet der Kreise Schwalm-Eder, Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg beteiligt.

Darin sollen Katasterdaten zentral gesammelt werden. Abhängig von der Fördersumme kostet das die Gemeinde 718 beziehungsweise 391 Euro, ab dem zweiten Jahr 179 oder 98 Euro.

Der erste Abschnitt des Umbaus der alten Schule im Kernort zum Sozialzentrum soll im März abgeschlossen werden. Darüber unterrichtete der Erste Beigeordnete Lothar Maurer die Gemeindevertreter.

Ob es bei dem Bauprojekt grundsätzliche konzeptionelle Änderungen gebe, wollte Marianne Hühn (SPD) in einer Anfrage wissen. Anders als ursprünglich angedacht, beabsichtige der Betreiber der Pflegestation, die barrierefreien Wohnungen komplett anzumieten, erläuterten Maurer und der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Rolf Stiebing.

Ursprünglich hätten die Wohnungen einzeln von der Gemeinde vermietet werden sollen. Sofern dadurch keine Fördermittel verlorengehen, sei die Komplettvermietung für die Gemeinde jedoch die bessere Lösung.

Von Jan-Christoph Eisenberg

Quelle: HNA

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