THW-Jugendliche trafen sich zu einem Übungswochenende in Homberg

Nachwuchs ist hart im Nehmen

Erkundung: Nach der fingierten - Explosion suchten Jung-THWler das umliegende Gelände nach Verletzten ab. Foto: Ehl-von Unwerth

Homberg. Das war kein Zuckerschlecken für den Nachwuchs des Technischen Hilfswerks: Bei einem Ausbildungswochenende in Homberg hatten 80 Jung-THWler aus fünf Ortsverbänden (Schwalmstadt, Großalmerode, Bad Hersfeld, Rotenburg und Homberg) ein straffes Programm zu bewältigen. Organisiert und vorbereitet von den Jugendbetreuern Markus Döll und Patrick Mucek, warteten auf die zehn- bis siebzehnjährigen Teilnehmer diverse Herausforderungen in Sachen technischer Hilfeleistung.

Die reichten von einer abendlichen Beleuchtungsaktion über das Abpumpen von Hochwasser bis hin zur Bergung von fingierten Gefahrgutfässern. Besonders brisant waren für den Nachwuchs all jene Übungen, die die Rettung von Menschen zum Ziel hatten. Dabei galt es, bei gestellten Verkehrsunfällen Hilfe zu leisten sowie bei Höhen- und Tiefenrettungsübungen verunglückte Arbeiter aus einem Steinbruch, Kanalarbeiter aus einem Schacht und eine Person von einem Balkon zu retten.

Ein heikles Großübungs-Szenario erwartete alle 80 Übungsteilnehmer auf dem Gelände der Ostpreußenkaserne: Eine angenommene Gebäudeexplosion mit Verletzten verlangte den jungen Einsatzkräften jede Menge Fachwissen, Verantwortungsbereitschaft und Teamgeist ab.

In einem vernebelten Unterkunftsgebäude lagen auf drei Stockwerken mehrere Dummys sowie zehn Mitglieder vom Mim-Trupp Schwalm-Eder des Jugend-Rot-Kreuzes. Deren Verletzungen reichten von blutenden Wunden bis zu Gehirnerschütterung und Bewusstlosigkeit, Quetschungen und Knochenbrüchen – keine leichte Kost für die Jung-THWler.

„Die Situation soll zwar möglichst realitätsnah sein, aber wir wollen unseren Nachwuchs nicht schockieren“, erklärte Markus Döll.

Daher achteten die Betreuer streng darauf, dass bei drastischen Verletzungen insbesondere die bereits fortgeschrittenen Jungretter zum Einsatz kamen.

Zusätzlich zu den Übungen an diversen Schauplätzen stand am Homberger THW-Standort am Schlesierweg auch die Gerätepraxis auf dem Programm – mit dabei Kompressor, Schere-Spreizer und Betonkettensäge sowie ein Einsatz-Gerüst-System. Zum Abschluss stand noch ein gemütliches Grillen auf der Tagesordnung.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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