Die Mitglieder des Projekts Global Voices entfachten ein Feuerwerk der Kulturen im Sander Kursaal

Nächstenliebe zeigt Temperament

Temperamentvoll: Bei afrikanischen Trommelrhythmen konnte das Publikum in Bad Emstal nicht widerstehen. Mit dem Programm „Feuerwerk der Kulturen“ tourt das Projekt Global Voices durch Europa.

Sand. Da war der Name Programm: Mit ansteckender Lebensfreude trommelten, tanzten und sangen sich die Mitglieder des Projekts „Global-Voices“ am Montagabend in die Herzen der Bad Emstaler und brachten den voll besetzten Kursaal ordentlich in Schwung. Den afrikanischen Rhythmen konnte keiner widerstehen.

Mit seinem Programm „Feuerwerk der Kulturen“ tourt das Projekt Global Voices mit Akteuren aus den Arbeitsgebieten der Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care zurzeit durch Europa. Voller Vitalität präsentieren die Künstler aus Nepal, Ruanda, Burundi und Uganda Lieder und Tänze mit Botschaften aus ihrer Heimat. Unterstützt werden die jungen Musiker, die allesamt Halb- oder Vollwaisen sind, vom Kinderhilfswerk Global-Care. „Es ist unser Anliegen, den Kindern eine Stimme zu geben“, erklärt Beate Tohmé von Global-Care. Die Konzerte seien eine gute Möglichkeit, einen Einblick in den Alltag der Menschen zu bieten und zu zeigen, was mit den Spenden und der Hilfe der Organisation geschieht. Man könne es dabei mit allen Sinnen erleben, erklärt Thomé und fügt lächelnd hinzu: „Es ist eine Ehre, Teil dieser großen Familie zu sein.“

Lebensgeschichten

Und dies merkte man – gemeinsam mit Reinhard Berle, dem Vorsitzenden des Kinderhilfswerks, führte sie beschwingt durchs Programm. So wurden zwischen den musikalischen Vorträgen die Lebensgeschichten einzelner Künstler vorgestellt, und trotz der schweren Schicksale kamen die Global Voices derart positiv daher, dass sich die Besucher mitreißen ließen von so viel Optimismus.

Schon beim Betreten des Saales, verspürte das Publikum, welche Kraft die Musiker besitzen – dem Temperament konnten sich die nordhessischen Zuhörer nicht verschließen: Sie schnippten mit den Fingern, tippten im Takt mit den Füßen, bis eine Polonaise durch den ganzen Saal zog. Das letzte Lied „My God is good oh - Mein Gott ist gut“ war gleichzeitig emotionaler Höhepunkt und ein Symbol des Friedens: Afrikaner, Nepalesen und Deutsche standen singend und tanzend, Hand in Hand gemeinsam auf der Bühne. Es war ein bewegender Abend, den die Global Voices ihren Zuhörern boten, und zugleich verliehen sie ihrem Anliegen mehr als nur eine beeindruckende Stimme.

Abschließend bedankte sich Reinhard Berle bei der Organisatorin des Abends – Carola Göhlich, die gemeinsam mit dem Förderverein Freibad Sand/Merxhausen das Konzert in Sand ermöglicht hatte. „Wir sind froh, dass der Abend trotz der recht spontanen und kurzfristigen Vorbereitungen so reibungslos verlaufen ist und hoffen, die „Global Voices“ auch bei der nächsten Europatournee wieder in Sand begrüßen zu können“, fügte Carola Göhlich hinzu.

Von Melanie Triesch

Quelle: HNA

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