Kleeblattschule Obergrenzebach gestern erfolgreich beim Sepp-Herberger-Tag

Nächster Poldi gesucht

Strahlende Sieger: Die Schüler der Kleeblattschule in Obergrenzebach setzten sich beim Sepp-Herberger-Tag im Herbert-BattenfeldStadion in Ziegenhain gegen elf weitere Mannschaften durch, links Betreuerin Kerstin Ester, rechts Stefan Daum. Fotos: Kostudis

Ziegenhain. David kann gar nicht genau sagen, wie viele Tore er geschossen hat. „Fünf, oder sechs. Ich weiß es nicht“, sagt der Zehnjährige. Der Rest geht im Jubel seiner Mitspieler unter. Denn David und seine Mannschaftskameraden – alle Schüler der Kleeblattschule in Obergrenzebach – haben vor wenigen Minuten den Turniersieg beim „Sepp-Herberger-Tag“ in Ziegenhain gefeiert. Im Finale setzte sich die Mannschaft souverän mit 3:0 gegen die Stellbergschule aus Homberg durch und durfte anschließend den Pokal in den Himmel recken.

Dabei wäre es beinahe nicht dazu gekommen. Denn in der Vorrunde war ein 4:-0-Sieg zunächst fälschlicherweise als Niederlage gewertet worden. Zum Glück fiel der Fehler noch auf, Obergrenzebach durfte doch in den Ausscheidungsspielen antreten – und holte sich den Sieg. Auf dem dritten Rang landete am Ende die Astrid-Lindgren-Schule Neukirchen nach einem ebenso klaren 3:0 im kleinen Finale gegen die Palmbergschule Frielendorf.

Organisiert hat das Turnier der Oberstudienrat und Leiter des Fußballzentrums der Carl-Bantzer-Schule in Ziegenhain Jens Alter. Gefördert wurde es unter anderem vom Deutschen Fußballbund und der Sepp-Herberger-Stiftung. Die Stadt stellte das Herbert-Battenfeld-Stadion in Ziegenhain zur Verfügung, in dem sonst der 1. FC Schwalmstadt seine Tore schießt. „Das Turnier dient auch der Talentsichtung, ich spreche gezielt die besten Fußballer an“, erklärt Alter, der auch DFB-Lizentrainer ist. Im Schulfußballzentrum in Ziegenhain kommen Kinder der Jahrgänge 5 bis 10 nach der Schule zusammen. Dann gibt es ein gemeinsames Mittagessen, auch Hausaufgaben werden unter Aufsicht gemacht. Danach wird trainiert und gespielt.

Auf diese Weise haben bereits einige Kicker den Sprung in die höchsten deutschen Ligen geschafft. Der Schrecksbacher Sören Gonther (27) spielt mittlerweile beim FC St. Pauli, der Schwalmstädter Benjamin Trümner (19) bei der TSG Hoffenheim. „Wer weiß, vielleicht läuft ja hier der nächste kleine Poldi oder Schweini herum“, meint Jens Alter. Auch auf Verhalten und Teamfähigkeit der jungen Spieler achtet er. „Die Auffälligsten sind nicht immer die Besten.“

David bekam davon schon gar nichts mehr mit. Gemeinsam mit den anderen Kleeblättern hatte er laut „We are the Champions“ angestimmt.

Von Anton Kostudis

Quelle: HNA

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