Drei Unternehmer wollen sich in der Pommernkaserne geschäftlich erweitern

Warten auf die Bima: Jeannine Sinning, hier mit Lebenspartner Gordon Rausch, die den väterlichen Betrieb Fahrschule und Spedition Güde 2011 übernimmt, will die angepachtete Liegenschaft sowie das Wachgebäude für die Betriebserweiterung kaufen. Foto: zih

Wolfhagen. „Hoffentlich werden jetzt endlich bei der weiteren Konversion der ehemaligen Pommernkaserne im Gasterfelderholz Nägel mit Köpfen gemacht.“ Das wünscht sich der Wolfhager Unternehmer Karl-Heinz Güde, Betreiber einer Fahrschule und Spedition.

Seine Hoffnungen setzt er auf Jürgen Gehb, Chef der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Der machte sich vor kurzem selbst ein Bild vor Ort.

Karl-Heinz Güde hat vor drei Jahren von der Bima eine mit Hallen bestückte Fläche angepachtet und möchte diese sowie zusätzlich noch das angrenzende Grundstück mit dem Wachgebäude kaufen. Er plant dort ein Schulungs- und Ausbildungszentrum für Berufskraftfahrer und Speditionsfachkräfte. Seine Investitionen dafür schätzt der Unternehmer auf rund 100 000 Euro. „Außerdem will ich anfangs mindestens drei neue Mitarbeiter einstellen.“

Güde ist mit der bisherigen Bima-Hinhaltetaktik aber nicht der einzige Unzufriedene. Stefan Arbter, der einen Schrott- und Recyclinghandel betreibt, hat ebenfalls vor drei Jahren das Gelände der ehemaligen DRK-Zentralstaffel angemietet und will auch Eigentümer werden. Doch bisher verliefen alle Kaufverhandlungen im Sande.

Ein schnelles Umdenken der Bima wünscht sich auch der Wolfhager Steinmetzmeister Wolfgang Leffringhausen. Er plant den Kauf eines fast 25 000 Quadratmeter großen Kasernengrundstücks gegenüber der einstigen Standortverwaltung. Er möchte dort eine neue Produktionsstätte mit in der Anlaufphase sieben zusätzlichen Arbeitsstellen schaffen.

Leffringhausen hat für den Erwerb des Grundstüks vor zweieinhalb Jahren Kontakt zur Bima aufgenommen - „bisher aber ohne konkretes Ergebnis“. Seine Investitionen für das geplante neue Unternehmen schätzt er auf eine Viertelmillion Euro. Das will er aber nur tun, wenn er auch Grundstückseigentümer ist.

Gehb sagte den drei Wolfhager Unternehmern zu, dass durch die Bima das für den Ankauf der drei Liegenschaften jeweils notwendige Wertermittlungsgutachten schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden soll. Wobei Gehb Leffringhausen zusagte, dass sein gewünschtes Gelände nur als geschlossene Einheit veräußert wird - also nicht zerstückelt. Denn für einen Teil davon interessierte sich auch Holzverarbeiter Lothar Esau, dem das ehemalige ABC-Übungsgebäude sowie Teile des Kleinkaliber-Schießstandes angeboten wurden.

Wie zu erfahren war, plant auch die Herwig-Blankertz-Schule an ihrem neuen Standort eine Investition: den Bau von zwei Modell-Windkrafträdern für die Ausbildung von Spezialmechanikern.

Quelle: HNA

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