NVV und Bürgermeister halten Kritik an schlechten Verbindungen für unangebracht

„Nahverkehr ist optimal“

Gute Anbindung: Mit dem Bahnhof sei Zierenberg im Nahverkehr gut aufgestellt, meint der NVV. Foto: Archiv

Zierenberg. Mit der Eröffnung des Habichtswaldsteiges, des Flughafenneubaus sowie des Hohen Dörnbergs als Ausflugsziel müsse das Nahverkehrskonzept in Zierenberg neu unter die Lupe genommen werden, meint die Geschäftsfrau Heidi Till. Sie spreche dabei auch für andere Zierenberger. „Zierenberg ist von den anderen Stadtteilen komplett abgeschnitten.“ Ohne Auto habe man keine Chance.

Auch die Verbindung zum Flughafen Calden müsse rechtzeitig realisiert werden.

Beim NVV kann man das Anliegen nicht nachvollziehen. „In Zierenberg haben wir eine hervorragende Situation im Nahverkehr“, sagt NVV-Pressesprecher Steffen Müller. Hier sei man durch die Regiotram sogar besser aufgestellt als in vergleichbaren Gemeinden. Zwischen Zierenberg und Dörnberg würden an Schultagen Busse mehrfach verkehren, die auch Privatleute nutzen könnten. Oelshausen und Burghasungen seien hervorragend in Richtung Kassel angebunden. Wenn es zwischen einzelnen Orten eine schlechte Verbindung gebe, so liege das daran, das die Nachfrage gegen Null gehe. „Wir können im Hinblick auf die Kosten keine leeren Busse durch die Gegend schicken.“

Auch für die Anbindung des Hohen Dörnbergs habe man inzwischen eine gute Lösung gefunden. Werktags sei es von 8.15 bis 18.15 Uhr stündlich möglich, mit einem Anrufsammeltaxi (AST) auf den Dörnberg und zurück zu gelangen. Am Wochenende würden noch mehr Fahrten angeboten.

Entspannt sieht auch Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn die Nahverkehrssituation in Zierenberg und den Stadtteilen. „Wir sind gut versorgt.“ Was die Verbindung zwischen Zierenberg und Dörnberg angehe, wolle er das Gespräch mit dem Landkreis suchen. „Vielleicht finden wir hier eine AST-Lösung“, meint Denn.

Die künftige Anbindung des Flughafens Calden müsse zu gegebener Zeit diskutiert werden.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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