Parlament entschied – Bauarbeiten können fortgesetzt werden

Sitzung im Parlament: Nahwärme sorgte für Debatten

Willingshausen. 120 Besucher verfolgten die hitzige Debatte in der Sondersitzung des Willingshäuser Parlaments zum Thema Nahwärme in Wasenberg.

Das war mehr als Gewitterstimmung am Donnerstagabend in der Antreffhalle in Merzhausen. Pünktlich mit dem ersten Donnerschlag des aufziehenden Gewitters stand nach anderthalb Stunden ein Kompromiss, dem SPD, CDU und FDP zustimmten. Damit könnten die Arbeiten am Nahwärmenetz der Energiegenossenschaft in Wasenberg fortgesetzt werden.

Vorangegangen war eine teilweise sehr emotionale Diskussion, mehrfach musste Hans-Jürgen Schäfer, der die Gemeindevertretersitzung stellvertretend leitete, das Publikum um Mäßigung bitten.

Gerungen wurde um den Inhalt des Gestattungsvertrags und verkehrsrechtliche Genehmigungen im Zusammenhang mit den Bauarbeiten. Der Vertrag, den die Gemeinde mit der Energiegenossenschaft geschlossen hat, bildet die Rechtsgrundlage für die Bauarbeiten an den gemeindeeigenen Straßen.

Aus Sicht Bürgermeister Heinrich Vespers sollten Abweichungen von ursprünglich Planungen ausdrücklich von der Gemeindevertretung gestattet werden. Konkret ging es dabei um die Straßen Am Eichbach und Schwalmblick. Nur dann wolle er die verkehrsrechtliche Genehmigung erteilen. Die wiederum ist für den Fortgang der Bauarbeiten nötig.

Die SPD allerdings sah mit dem bereits abgeschlossenen Vertragswerk alles geregelt, dem schloss sich auch die FDP an. Der CDU war die Art und Weise der Wiederherstellung der Straßen wichtig. Letztendlich einigte sich das Parlament mit Gegenstimmen aus der BGL/FWG-Fraktion, die Arbeiten an den beiden Straßen zu gestatten. Über die Wiederherstellung der Straßen müssen sich nun Gemeindevorstand und Energiegenossenschaft einigen.

Quelle: HNA

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