Nasse Äcker bereiten Landwirten Sorgen: Mähdrescher bleiben stecken

Niederelsungen. Der viele Regen und die nassen Böden vermiesen den Landwirten im Landkreis Kassel derzeit die Ernte. Bei einem Treffen auf dem Legehennenhof von Carsten Rennert in Niederelsungen bewerteten der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Friedhelm Schneider, und sein Kollege vom Kreisbauernverband Kassel, der Vorsitzende Erich Schaumburg, die aktuelle Lage.

Probleme hätten viele Landwirte beispielsweise beim Einbringen der Gerste. Sie stehe reif auf den Feldern, „doch die Maschinen saufen auf den Äckern ab“, sagt Erich Schaumburg. Wenn auch keine Ertragseinbußen, so erwartet er doch für den Winterweizen eine geringere Qualität. Der könnte bald geerntet werden.

Allerdings stellten auch hier die nassen Äcker die Bauern vor Probleme. Das Korn fange irgendwann an, an den Halmen zu keimen. Das Getreide tauge dann nur noch fürs Futter. Eine stabile sonnige Wetterlage während der kommenden Wochen wäre für die landwirtschaftlichen Betriebe enorm wichtig. Das würde den Zuckergehalt der Rüben steigern, auch der Mais würde davon profitieren.

Mit einer guten Durchschnittsernte von mehr als zwei Millionen Tonnen Getreide rechnet Bauernverbandspräsident Friedhelm Schneider für ganz Hessen. Allerdings sei erst die Hälfte der Flächen abgeerntet. (ant)

Quelle: HNA

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