HNA-Tour von Schrecksbach nach Holzburg lockte mehr als 40 Wanderfreunde an

Natur und Kultur erleben

Einkehr im Schwälmer Dorfmuseum: In Holzburg stärkte sich die Wandergruppe bei einer Tasse Kaffee, ehe es wieder zurück ins drei Kilometer entfernte Schrecksbach ging. Fotos: Göbel

Schrecksbach. Von der Schönheit der Natur rund um Schrecksbach überzeugten sich am Mittwochnachmittag zahlreiche Wanderfreunde bei einer gemeinsamen Tour der HNA und des Knüllgebirgsvereins.

Diesmal ging es von Schrecksbach aus zum Rimberg und von dort weiter zu einem historischen Naturdenkmal – den Wippersteinen. Nach einer kurzen Rast führte die Tour weiter nach Holzburg, ehe die Gruppe wieder zurück nach Schrecksbach wanderte. Insgesamt zwölf Kilometer legte die Gruppe zurück und bewältigte rund 170 Höhenmeter.

Angeführt wurde die muntere Truppe von Gerhard Hosemann aus Treysa. Der Vorsitzende des Knüllgebirgsvereins und zertifizierte Wanderführer erklärte während der Tour immer wieder auch die historische Bedeutung der auf dem Weg sichtbaren Naturdenkmäler und Landschaftsbilder. So erinnerte Hosemann an die Geschichte über die Wippersteine, die auf einer Anhöhe im Merzhäuser Wald liegen.

Ehemaliger Versammlungsort

 „Ab Beginn des 19. Jahrhunderts nutzten die Schwälmer Demokraten die Wippersteine als Versammlungsort. Hier wurde der aufkommende politische Widerstand gegen Napoléon Bonaparte organisiert“, erklärte Gerhard Hosemann.

Danach waren die Wippersteine zunächst ein geheimer Versammlungsort gegen die Beschlüsse des Wiener Kongresses, dann in der Zeit von 1830 bis 1848 auch als Treffpunkt für demokratische Versammlungen mit revolutionärem Charakter.

Stärkung im Dorfmuseum

In Holzburg angekommen, stärkten sich die Wanderfreunde im Schwälmer Dorfmuseum bei einer Tasse Kaffee und einer Museums-Einführung durch Museumsleiter Dr. Anton Merk. Anschließend schaute sich die Gruppe noch die Ausstellung an.

Das perfekte Wanderwetter zum astronomischen Herbstanfang trug zur guten Stimmung unter den Wanderern bei. Trotz dunkler Wolken am Himmel kam die Gruppe am Abend wieder trocken in Schrecksbach an.

Von Daniel Göbel

Quelle: HNA

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