Schautafeln informieren über Tiere

Naturentdeckerpfad an alter Bahntrasse in Mörshausen wird eingeweiht

Natur entdecken an der Trasse: Ortsvorsteherin Annelie Deist (rechts) und Ideengeberin Angela Sadra stehen am Eingang des Naturerlebnispfades. Im Hintergrund das Wärterhäuschen, ganz rechts der alte Bahnhof. Fotos: Feser

Mörshausen. Mörshäuser weihen am Samstag, 11. April, ihren neuen Pfad ein. Schautafeln informieren über die Tierwelt und Bänke laden zum Verweilen ein.

Das kannte Angela Sadra überhaupt nicht: So viele Menschen, die sich für ihren Wohnort engagieren, so viel Natur vor der Haustür. Seit 18 Jahren lebt die gebürtige Hamburgerin nun in Mörshausen und interessiert sich für Natur und Geschichte des Dorfes - und packt mit an. Sie war auch die Ideengeberin des neuen Naturentdeckerpfades, der am kommenden Samstag eingeweiht wird.

Zusammen mit vielen Helfern wurde das Projekt umgesetzt. Dort, wo einst Dampfloks und Schienenbusse fuhren, wucherten mittlerweile dichte Weißdornbüsche. Die vor 40 Jahren stillgelegte Bahntrasse musste erst einmal freigeschnitten werden. „Denn mit dem Pfad wollen wir nicht vergessen, dass es in Mörshausen 99 Jahre lang Schieneverkehr gab“, sagt Angela Sadra.

Im November 2013 haben Kinder die Ränder des Pfads mit heimischen Bäumchen bepflanzt und die Patenschaften für die Pflänzlinge übernommen. Im vergangenen Jahr folgten mehrere Sitzbänke, die teilweise gespendet wurden. Zwei Bänke wurden von den Konfirmandinnen des Jahrgangs 2014 und vom Jungen Ensemble gestaltet. Zusammen mit einer Sitzgruppe aus Steinen und Baumstümpfen bieten sie den Besuchern Raum zum Sitzen und Entspannen. Demnächst sollen noch Baumscheiben mit aufgemalten Blättern in die Bäume gehängt werden, damit die Besucher auch im Winter wissen, um welche Baumart es sich handelt.

Ruhen an der Trasse: Angela Sadra aus Mörshausen hatte vor drei Jahren die Idee zum neuen Naturentdeckerpfad auf der ehemaligen Bahntrasse. Fotos: Feser

„Wir leben hier wie im Urlaub“, sagt die pensionierte Lehrerin Angela Sadra, „und am Naturentdeckerpfad kann man sich besinnen und ins Tal blicken.“ Sie hat auch schon einiges entdeckt, zum Beispiel das Gefleckte Knabenkraut am Wegesrand, ebenso wie die Herbstzeitlosen.

Der 500 Meter lange Naturentdeckerpfad ist auch für Kinder spannend: Auf Schautafeln lernen sie, welche Tiere am Pfad leben, was in den Hecken so los ist, wie aus Larven Schmetterlinge werden. Der Naturentdeckerpfad bietet sich beispielsweise für Schulklassen an, da er nur vier Kilometer von Spangenberg und sieben Kilometer von Melsungen entfernt ist. Oder für Radfahrer, denn er liegt unmittelbar am Radweg R 12. Oder für Gäste des DGH: „Unser bewirtschaftetes DGH ist jedes Wochenende sehr gut ausgelastet mit Feiern und Veranstaltungen“, berichtete Ortsvorsteherin Annelie Deist, „da bietet sich der Pfad beispielsweise für einen Spaziergang nach dem Essen an.“ Flyer mit Hinweisen darauf sollen noch im DGH ausgelegt werden, kündigte Angela Sadra an.

Wenn der Naturentdeckerpfad nun am kommenden Samstag, 11. April, 13 Uhr, eingeweiht wird, ist das Projekt noch lange nicht abgeschlossen: „Es gibt noch weitere Ideen“, kündigt Ortsvorsteherin Deist an, „zum Beispiel einen Barfußpfad, der mit Kindern angelegt werden könnte.“

Quelle: HNA

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