Zukunft des Festivals noch offen

Nordhessische Naturfototage: Ein Rausch der Bilder

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Faszinierendes Farbenspiel: Der Niederländer Theo Bosboom zeigte bei den Nordhessischen Naturfototagen in Gudensberg unter anderem Aufnahmen von geothermischen Quellen.

Gudensberg. Der Rausch der Bilder ist vorüber - die 1. Nordhessischen Naturfototage in Gudensberg boten spektakuläre Tier- und Landschaftsaufnahmen und übertrafen, was das Besucherinteresse angeht, die Erwartungen.

Etwa 900 Leute seien an den drei Tagen im Bürgerhaus zu Gast gewesen, schätzen die Veranstalter, das Ehepaar Gisela und Manfred Delpho sowie die Stadt. Die beiden angebotenen Seminare waren schon Wochen vor der Veranstaltung ausverkauft, und für die 13 Vorträge renommierter Naturfotografen gab es nur noch Restkarten.

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Am Sonntagnachmittag nach der Siegerehrung des Fotowettbewerbs von Stadt und HNA konnten Besucher die ausgestellten Bilder kostenlos anschauen. Auch davon wurde rege Gebrauch gemacht.

Obwohl das herrliche Frühlingswetter eher zum Grillen eingeladen hätte, drängten die Menschen ins Gudensberger Bürgerhaus.

Aus ganz Deutschland und benachbarten Ländern waren Fotofreunde angereist, die Gudensberger Hotels waren ausgebucht, und auch die Gastronomie profitierte.

Info:

Hier finden Sie alle Einsendungen der Teilnehmer.

Aus der Szene der Naturfotografen habe es sehr viel Lob und Anerkennung gegeben, berichtete Gisela Delpho. Vor allem die familiäre Atmosphäre des Festivals sei immer wieder gelobt worden.

Das zeige, dass die Größenordnung offenbar genau richtig sei. Ob und wie es weiter geht, lassen Gisela und Manfred Delpho allerdings noch offen. Der organisatorische Aufwand sei enorm gewesen.

„Für das Image Gudensbergs war die Veranstaltung ein großer Gewinn“, so die Bilanz von Ingo Seifert-Rösing, der seitens der Stadt für die Fototage verantwortlich war. Bei einer Publikumsbefragung hätten die meisten Gäste der Veranstaltung gute oder gar sehr gute Noten gegeben.

Man werde sich demnächst zusammensetzen und Manöverkritik betreiben. Es habe sich beispielsweise gezeigt, dass seitens der Stadt noch mehr Personal benötigt werde.

Auch das Sponsoring kann nach Ansicht von Seifert-Rösing noch verbessert werden. Bisher habe eben auch noch niemand Erfahrungen mit einer derartigen Veranstaltung gehabt. „Ich würde mich sehr freuen, wenn es eine Neuauflage geben würde“, sagte er.

Den positiven Gesamteindruck bestätigt auch einer, der sehr viel Erfahrung mit solchen Veranstaltungen hat: Der Naturfotograf Dirk Bleyer, der üblicherweise auch noch größere Säle füllt, schrieb: „Der pure Wahnsinn! Von null auf hundert. Drei ausverkaufte Tage. Der Erfolg zeigt die große Leistung von Manfred Delpho, der Stadt Gudensberg und dem Team sowie das Potential, das in diesem neu geborenen Festival steckt.“

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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