Für Klage gegen die A49

Naturschützer sammelten 50.000 Euro für Klage gegen die A49

Schwalmstadt/Marburg. Das Land Hessen will mit dem Geld von morgen eine Autobahnplanung von vorgestern zementieren: Das behaupten die Naturschutzorganisationen, die gemeinsam den abschließenden Bauabschnitt der Autobahn 49 (Stadtallendorf-Gemünden/Felda, Verkehrskosteneinheit VKE 40) beklagen.

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), der Naturschutzbund (Nabu) und die Aktionsgemeinschaft Schutz des Ohmtals „kämpfen mit unverminderter Intensität weiter vor Gericht gegen das Projekt der A 49“. Zugleich bedanken sich die Naturschützer bei allen, die die Klage durch ihre Spenden möglich gemacht hätten: 50.000 Euro seien zusammen gekommen.

Die Verbandsklage zum Abschnitt VKE 40 wurde 2012 beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingereicht. Etwa 110 Aktenordner seien zu sichten und zu bewerten. Der Widerstand gegen die A 49 konzentriere sich auf das „naturschutzfachlich wertvollste Teilstück“, nämlich den Herrenwald zwischen Stadtallendorf und Gemünden. „Ohne durchgängiges Baurecht für alle drei Abschnitte von Bischhausen bis Gemünden verliert dieser geplante Autobahnneubau erst recht jegliche Legitimation“, sagte Wolfgang Schuchart (BUND Marburg-Biedenkopf). Das Kosten-Nutzenverhältnis laufe „völlig aus dem Ruder“, so Wolfgang Dennhöfer vom BUND-Kreisverband Vogelsberg. 2003 hätten die Kosten 335 Mio. Euro betragen, nach jüngsten Mitteilungen betragen sie mittlerweile 569 Mio. Euro, eine Steigerung um nahezu 70 Prozent.

Die Naturschutzverbände fordern stattdessen eine „ernsthafte Prüfung der von ihnen vorgelegten Alternativkonzepte“, die wesentlich weniger kosten würden. Die Klage gegen die VKE 30 (Treysa-Stadtallendorf) hatten die Naturschützer im Juni zurückgezogen (HNA berichtete), um sich auf die gegen den sogenannten Südabschnitt zu konzentrieren, wie es hieß. (aqu)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ ZB

Kommentare