Verzicht angesichts leerer Stadtkasse

Keine Neujahrsbegrüßung: Naumburg spart sich den Empfang

Wolfhager Land. Die Gründe zum Feiern sind für die Städte und Gemeinden im Wolfhager Land überschaubar. Angesichts leerer Kassen und hoher Schulden stellt sich die Frage nach dem Sparpotenzial noch drängender. Auch danach, ob sich Kommunen Neujahrsempfänge noch leisten können.

Im Altkreis verzichtet die Stadt Naumburg in diesem Jahr erstmals auf die zur Tradition gewordenen Veranstaltung, bei der Gäste aus Politik, Wirtschaft, Schule, Kirche und dem Vereinsleben zu Freigetränken und Schnittchen geladen waren. Dazu gab es meist neben den Ansprachen von Parlamentschef und Bürgermeister noch einen prominenten Gast als Festredner. In diesem Jahr, entschied das Parlament, fällt das Treffen zum Jahresbeginn aus, die 4000 Euro, die der Empfang im Schnitt kostete, könne man sich nicht mehr leisten.

Während sich Habichtswald und Breuna darüber den Kopf nicht zerbrechen müssen, weil beide Gemeinden in der Vergangenheit auf einen solchen Empfang verzichteten, halten Wolfhagen, Zierenberg und Bad Emstal an ihren Empfängen fest.

In Bad Emstal, der einzigen Gemeinde im Wolfhager Land, die so klamm ist, dass sie unter den finanziellen Rettungsschirm des Landes Hessen schlüpfen könnte, konnte sich das Parlament nicht zu einer Absage durchringen. Aber günstiger soll es werden in diesem Jahr: Maximal 2000 Euro soll das Treffen im Festsaal kosten. Dass der Preis gedrückt werden konnte, liegt nach Auskunft von Bürgermeister Ralf Pfeiffer auch daran, dass man einen Sponsor mit ins Boot holen konnte.

Zierenberg hält an der noch jungen Tradition fest und auch Wolfhagen lädt wieder zum Empfang, das Bier spendiert dort eine Brauerei.

Allerdings ist inzwischen auch im Gespräch, für den Altkreis einen gemeinsamen, zentralen Neujahrsempfang zu veranstalten.

Von Norbert Müller

Mehr dazu in der gedruckten Ausgabe am Mittwoch.

Quelle: HNA

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