Drei Varianten stehen zur Wahl

Naumburger Kindergarten St. Vinzenz muss saniert werden

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Schule im Grünen: Ein Architekt soll klären, ob die Elbetalschule geeignet ist, auch den Naumburger Kindergarten St. Vinzenz aufzunehmen, der sich in der Trägerschaft der Katholischen Kirche befindet. Im Gespräch ist auch ein Neubau der Kita, das Grundstück rechts ist Eigentum der Stadt. Eine Sanierung der in die Jahre gekommenen Kita an der Fritzlarer Straße ist auch noch nicht vom Tisch.

Naumburg. Der in die Jahre gekommene Naumburger Kindergarten St. Vinzenz am Rande der Altstadt müsste dringend runderneuert werden. Dafür gibt es drei Optionen.

Sanierung im Bestand, Neubau und die Verlagerung in speziell umgebaute Räumlichkeiten der Elbetalschule. Die Anbindung an die Grundschule am Kuhberg ist die Variante, die derzeit von der Mehrheit der politischen Entscheidungsträger favorisiert wird.

Aus dem kommunalen Investitionsprogrammen von Bund und Land erhält die Stadt 505.000 Euro, und davon sollten, so entschied bereits das Stadtparlament, 384.000 Euro in das Projekt Erneuerung des Kindergartens gesteckt werden.

„Eine Betreuung der Kinder von zwei bis elf Jahren an einem Ort, das wäre der Knaller“, sagt Bürgermeister Stefan Hable (CDU), „es wäre ein Gewinn. Die Gebäude der Schule wären ausgelastet“. Sowohl der Grundschul-Standort mit derzeit 160 Kindern in acht Klassen würde in seinem Fortbestand gefestigt. Durch die Nähe zur Schule, die Nutzung der Angebote und großzügigere Räumlichkeiten würden die Kindergartenkinder profitieren, so Hable.

„Wir sind jetzt dabei, die nächsten Schritte zu machen“, so der Bürgermeister weiter. Ein Architekt, der mit solchen Projekten Erfahrung hat, solle sich die Situation im Bereich der Schule ansehen „und sagen, ob es geht“. Hable: „Bis zum Jahresende müssen wir wissen, wohin die Reise geht.“ Bis dahin muss das Projekt nämlich beim Geldgeber angemeldet sein. Und sollte die Verknüpfung von Schule und Kita dort keine Zustimmung finden, dann müsse man bereits einen beschlossenen Plan B und zur Sicherheit auch einen Plan C haben.

Plan B, das wäre ein Kita-Neubau. Denkbar wäre der direkt neben der Schule, dort besitzt die Stadt ein passendes Grundstück. Plan C liefe auf eine Sanierung im Bestand hinaus, für 100 Kindergartenkinder in den fünf Grupen und die Betreuerinnen wohl die belastendste Variante.

Nach derzeitiger Regelung müsste das Vorhaben Ende 2018 abgeschlossen sein. Laut Stefan Hable sei aber in Berlin im Gespräch, die zeitliche Förderkulisse um zwei Jahre zu verlängern.

Wäre einzigartig im Kreis

Der Landkreis, Schulträger und Eigentümer der Elbetalschule, steht dem Vorhaben, die Kita mit der Schule zu verknüpfen, aufgeschlossen gegenüber. Es wäre im Landkreis bislang einzigartig. „An uns soll es nicht scheitern“, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn. Zunächst gelte es aber, die von der Stadt zu beauftragende Machbarkeitsstudie abzuwarten. „Man muss klären, ob die schulischen Belange und die Vorgaben für eine Kita am Standort zusammenpassen“ und ob sich die Investitionen de Stadt für die baulichen Veränderungen letztlich lohnen.

Quelle: HNA

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