Naumburger Linke kritisiert Strom-Pläne

Naumburg. Das Naumburger Parlament entscheidet in seiner Sitzung am Donnerstag, 25. August, über einen Antrag zur Neuordnung der Stromversorgung im Stadtteil Heimarshausen. Die Partei Die Linke fordert in einer Pressemitteilung eine „echte Re-Kommunalisierung der Energieversorgung“ und kündigt an, dem Antrag nicht zuzustimmen.

Für die Partei stellt ein Anschluss an ein Versorgungswerk, welches 24 Kommunen im Landkreis Kassel gründen sollen, keinen ausreichenden Schritt in Richtung eigenständige, regionale Energieversorgung dar. „Es soll zwar ein Versorgungswerk gegründet werden, das die Netze vom bisherigen Netzbesitzer Eon zum Teil aufkauft, um sie dann aber sofort wieder an Eon zu verpachten“, schreibt Klaus Albrecht von der Partei.

Außerdem soll Eon an den Entscheidungen der Versorgergesellschaft mit 49 Prozent beteiligt werden. „Damit wird auf halbem Weg stehen geblieben. Zukünftige Entscheidungen der Kommune sind weiterhin abhängig von den Interessen eines großen Konzerns“, so die Partei weiter.

Die Zentralisierung der Energieversorgung bei großen Monopolen mit der Atompolitik, dem Bau großer Kohlekraftwerke und die Orientierung auf Höchstgewinne hätten in die Sackgasse geführt.

„Deshalb gibt es nicht nur bei den Linken, sondern auch in anderen Parteien erhebliche Bedenken. Für die 24 Gemeinden bietet sich jetzt durch das Auslaufen der Konzessionsverträge eine einmalige Chance, eine regionale, demokratisch kontrollierte Energieversorgung mit einem eigenen Versorgungswerk ohne Anbindung an einen Großkonzern auf zu bauen“, sagt Albrecht.

Dafür gebe es ausreichend Erfahrung anderer kreiseigenen Energieversorger. So könnten in Zukunft die regenerativen Energien vorangetrieben werden und die Wertschöpfung bliebe bei den Kommunen. „Eine Verschiebung der Entscheidung ist völlig unschädlich und schafft genügend Raum, neue Perspektiven zu eröffnen.“ (red/akl)

Quelle: HNA

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