In der Erich-Kästner-Schule

Nein zum Rausch: 300 Schüler gegen Alkohol und Tabak

Es ging diesmal nur um Wissensdurst: An der Erich-Kästner-Schule beschäftigten sich Jugendliche mit den Rauschmitteln Tabak und Alkohol. Beim Alkohol-Quiz nahmen auch die 13 Jahre alten Schüler (von links) Laura Eifert, Benedikt Saul und Jeanette Fetter teil. Foto:  V. Fischer

Homberg. Mit Jugendlichen über die Folgen von Alkohol- und Tabakkonsum ins Gespräch zu kommen, und das auf Augenhöhe - das ist das Ziel des Mitmach-Parcours „Klarsicht" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Am Donnerstag und Freitag war der Parcours in Homberg aufgebaut.

An fünf interaktiven Lernstationen erhielten 300 Schüler der Erich-Kästner-Schule die Möglichkeit, sich mit dem Einfluss von legalen Drogen auf ihren Körper auseinanderzusetzen.

An der „Trink-Bar“ konnten die 12- bis 17-Jährigen beispielsweise Schätzungen abgeben, wie viel reinen Alkohol Schnaps, Wein und Bier enthalten. Die Überraschung: Wein ist gar nicht so harmlos, wie oft suggeriert wird. Eine Brille, die einen Vollrausch simuliert, probierten die Schüler dann an der nächsten Station aus. Kaum einem Jugendlichen gelang dabei ein gerader Gang. „Und während die Schüler unsicher umherstolpern, stellen wir ihnen die Frage, ob sie mit jemandem ins Auto steigen würden, der so eine Sicht hat“, erklärte Ingrid Schmitt, Projektleiterin von Klarsicht.

Ziel des Mitmach-Parcours sei es, an die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen anzuknüpfen, wie Stadtjugendpfleger Jan Schmitt erläuterte. Schwere Krankheiten wie Leberzirrhose und Lungenkrebs seien für die jungen Menschen noch zu weit weg. Wenn ihnen aber aufgezeigt werde, wie stark sich zum Beispiel das Hautbild und der Geschmackssinn nach der letzten Zigarette verbessere, würde das die Schüler gleich ganz anders motivieren, mit dem Rauchen aufzuhören oder erst gar nicht anzufangen.

„Letzlich fällen die Jugendlichen die Entscheidung, ob sie Drogen nehmen, alleine“, berichtete die Projektleiterin. Der Parcours sei aber eine gute Möglichkeit, sie zu informieren, was sie sich damit antun. Mit dem Wunsch, dass sie dann nein zum Rausch sagen.

Von Viktoria Fischer

Quelle: HNA

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