Kindergarten wurde komplett umgestaltet – Krabbelgruppe nahm den Betrieb auf

Ein Nest für die Jüngsten

Sanierung: Auch von außen erfuhr das Kindergartengebäude eine Überholung.

Ottrau. Warme, helle Farbtöne an den Wänden, Miniaturstühle und Tischchen sowie eine fröhliche Kinderschar. Nach dem großen Umbau kann sich der Ottrauer Kindergarten wirklich sehen lassen. Die Krabbelgruppe für die Ein- bis Dreijährigen ergänzt das Betreuungsangebot der Gemeinde.

Sieben Monate lang waren die Ottrauer Kinder im Dorfgemeinschaftshaus in Immichenhain untergebracht, so lange hatten die Arbeiten gedauert. Seit November läuft der Betrieb im Kernort wieder. Es ging um energetische Hausaufgaben sowie die Erweiterung um eine Krippe für zehn Kleinkinder.

Am Ende des Gebäudes befindet sich nun der Krippenbereich: Bodenhohe Fenster, damit die Jüngsten hinausschauen können, bekommt der Krippenraum. Zehn Kinder ab einem Jahr betreuen Ines Ritter und Sarah Kaiser nun, die Krabbelgruppe ist ausgelastet. Eine neue Stelle wurde für die U3-Betreuung geschaffen. „Das Spiel steht im Mittelpunkt“, sagt Ines Ritter über den Alltag der Kinder. Doch die Jüngsten würden auch soziales Miteinander lernen, bei gemeinsamen Mahlzeiten im Küchenbereich üben sie Geduld und Tischmanieren. „Die Kinder haben viel Freiraum, sich zu entfalten“, fügt die Erzieherin an, die Atmosphäre sei sehr familiär.

Insgesamt arbeiten sieben Erzieherinnen und ein Erzieher in der Kita. Neben den Jüngsten betreuen sie 50 weitere Kinder bis zu sechs Jahren in zwei Gruppen. Von 7 bis 16.30 Uhr ist der Kindergarten offen. Die Nachmittagsbetreuung wird gut in Anspruch genommen, sagte Leiterin Gisela Euler.

Der Kindergarten war 1977 eingeweiht und 1996 teilweise umgebaut worden. Sanierungsbedürftig war nun die Isolierung des Baus, das Asbest-Dach sowie der Elektrospeicherofen. Dazu gekommen ein Anbau, der als Bewegungsraum genutzt wird. Im gesamten Haus wurde der Boden gedämmt, eine Fußbodenheizung sorgt nun für wohlige Wärme. Geheizt wird zukünftig per Wärmepumpe. Der Flur wurde offener gestaltet.

590 000 Euro hatte die energetische Sanierung, der Umbau zur U3-Betreuung sowie der neue Anbau gekostet. Vom Land Hessen bekam Ottrau 246 000 Euro dazu. Im Laufe des Jahres steht die Gestaltung der Außenanlage an. „Es soll viel mit Sand gestaltet werden“, sagte Gisela Euler.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

Kommentare