Planer befasst sich mit den Stellungnahmen

Netto: 30 Bürger haben Einwände

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Vor den Toren Dörnbergs: An diesem Standort könnte der Netto-Markt entstehen.

Dörnberg. Noch ist nicht entschieden, ob es künftig am Ortsrand von Dörnberg einen Netto-Markt geben wird. Abhängig ist dies auch von den Einwänden, die bis Ende September im Rathaus der Gemeinde Habichtswald abgegeben werden konnten.

„Das Thema ist emotional sehr besetzt“, sagte Bürgermeister Thomas Raue gegenüber der HNA. Etwa 30 Einwohner hätten Stellungnahmen eingereicht, das sei eine große Zahl. Der vom Investor beauftragte Planer, werde in den kommenden Wochen die Einwände sichten.

Wie lange dieser Abwägungsprozess dauert, vermochte Raue nicht zu sagen. Ihm sei vor allem eine Botschaft wichtig: „Der Prozess ist ergebnisoffen.“ Ob Dörnberg einen Netto-Markt bekommt, sei noch nicht entschieden. Zum jetzigen Zeitpunkt entstünden der Gemeinde keine Kosten, schließlich existiere ja noch kein Bebauungsplan. Sobald das Abwägungsprotokoll vorliege, werde sich der Gemeindevorstand damit befassen.

Bernd und Heidrun Hartmann nutzten die Bürgerfragestunde, um die Sinnhaftigkeit der Ansiedlung des Marktes stark in Zweifel zu ziehen. Der Discounter gefährde die Existenz der bestehenden Märkte. Zudem kritisierten sie die Arbeitsbedingungen und die Firmenphilosophie. Wenn der Standort nach einer gewissen Zeit nicht genügend abwerfe, werde die Filiale geschlossen.

Nach Aussage Raues war Netto Anfang des Jahres auf die Gemeinde zugekommen und hatte erklärt, sich in Dörnberg niederlassen zu wollen. Die Berechnungen der Kette hätten ergeben, dass sich ein Markt dort rechnen würde. (ant)

Quelle: HNA

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