Parlament schafft rechtliche Grundlagen

Netto-Markt kann mit Bau in Körle beginnen

Körle. In den nächsten 14 Tagen wird der Bau für den neuen Netto-Markt in Körle beginnen, meinte Körles Bürgermeister Mario Gerhold. Noch in diesem Jahr soll der Supermarkt eröffnet werden.

Um rechtliche Grundlagen für den Bau des Netto-Markes zu schaffen, beschloss die Körler Gemeindevertretung für eine Fläche von 10.200 Quadratmetern eine Änderung des Flächennutzungsplanes und einen Bebauungsplan.

Das Gelände mit der Bezeichnung „Nürnberger Straße 40“, das einst zur längst geschlossenen CBI Basaltindustrie gehörte, wurde umgewidmet. Eine Teilfläche mit einer Größe von 7200 Quadratmetern wurde als Sondergebiet für großflächigen Lebensmitteleinzelhandel ausgewiesen. Die restlichen 3000 Quadratmeter in Richtung der Bahn sind nun Gewerbegebiet. Allerdings mit Einschränkungen, berichtete Gerhold.

Im Zuge der Flächennutzungsplanänderung habe man natürlich das komplette Gelände unter die Lupe genommen. Weil sich im Umfeld von Discountern oft andere Läden ansiedeln, habe man bereits vorgedacht nach dem Motto: „Was wollen wir, was wollen wir nicht?“

Entsprechend einer Empfehlung des Regierungspräsidiums habe man schon jetzt eine Regelung getroffen, erklärte der Bürgermeister. Schließlich sollen die Läden im Ortskern keine unnötige Konkurrenz bekommen. Deshalb dürfen sich in dem neu ausgewiesenen Gewerbegebiet künftig keine Drogerie und kein Getränkemarkt ansiedeln.

Der Grundsatzbeschluss für den neuen Discounter in Körle wurde bereits im Vorfeld gefasst. Inzwischen läuft das Verfahren, in dessen Zuge auch Träger öffentlicher Belange gehört wurden, seit einem Jahr.

Daneben beschäftigten sich die Parlamentarier mit der wirtschaftlichen Betätigung der Gemeinde. Das passierte nicht aus einem speziellen Anlass heraus. Vielmehr basiert das auf einer Verpflichtung in der Gemeindeordnung, wonach sich jede Kommune einmal in jeder Legislaturperiode mit dem Thema Privatisierungen zu beschäftigen hat.

In Körle blieb dieses Thema ergebnislos. Weder bei der Wasserversorgung und bei der Nahwärmeversorgung „Auf dem Hollunder“ und „Am alten Schulgarten“ noch bei der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bauhofes soll eine Übertragung der Tätigkeit bzw. Anlage auf private Dritte erfolgen. (alx)

Quelle: HNA

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