Streufahrzeug im Winter, Transporter im Sommer

Neues Streufahrzeug der Stadt Wolfhagen ist ein Alleskönner

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Aus alt wird neu: Der Bauhof der Stadt Wolfhagen besitzt nun ein neues Fahrzeug für den Winterdienst (links). Das alte (rechts) ist 20 Jahre alt und soll verkauft werden. Lars Eskuche (vorne links) begann vor drei Jahren mit der Planung.

Wolfhagen. Für 257.000 Euro hat die Stadt Wolfhagen ein neue Streufahrzeug angeschafft. Eingesetzt werden kann der Laster aber das ganze Jahr über. Wenn kein Winterdienst ansteht, ist er Transporter.

Der Bauhof der Stadt Wolfhagen besitzt ein neues Fahrzeug für den Winterdienst. Der Laster, der mit Kran, Salzkammer und Hakensystem ausgestattet ist, kostete etwa 257 000 Euro.

Gebraucht wurde das neue Fahrzeug, weil das bislang genutzte zu alt geworden sei, sagt Lars Eskuche, Leiter des technischen Außendienstes. „Den alten Lkw haben wir vor 20 Jahren gekauft. Der ist jetzt einfach zu alt.“ Normalerweise müsse alle acht bis zehn Jahre ein neues Streufahrzeug gekauft werden. Wegen der guten Pflege haben die Mitarbeiter des Bauhofs es aber länger fahren können, sagt Eskuche. Der Laster war in diesen 20 Jahren 24 000 Stunden und etwa 400 000 Kilometer für den Bauhof im Einsatz. Er habe noch immer einen Wert von 15 000 Euro, sagt Eskuche. Nun soll der Lkw verkauft werden - damit Platz für das neue Fahrzeug ist.

Fahrzeug ist ein Unikat 

Das neue Auto gibt es - so wie es jetzt ist - nur in Wolfhagen. „Es war ein großer Aufwand, das Fahrzeug fertigzustellen“, sagt Eskuche. Drei Jahre habe er geplant und Angebote eingeholt. Etwa vor einem Jahr sei es schließlich in die Feinplanung gegangen. „Wir mussten uns erst einmal mit den neuen Techniken auseinandersetzen.“ Zudem habe der Laster an die vorhandenen Mulden angepasst werden müssen, da diese behalten werden.

Bis zu fünf Tonnen Salz passen in den Lkw, 18 Tonnen ist er schwer, vom Vorder- bis zum Hinterrad etwa 4, 20 Meter lang. „Mit diesem großen Fassungsvermögen müssen wir weniger nachladen, wenn wir streuen“, erzählt Eskuche. Zudem besitze das Fahrzeug einen Allradantrieb, um bei Glätte oder im Wald mehr Haftung zu haben. Um die Abgasnorm einhalten zu können, sei die Sitzkabine für die Fahrer sehr hoch, sagt Eskuche. „Zwischen Sitzkabine und Reifen muss sehr viel Platz sein, damit der Motor gut gekühlt werden kann.“

Auch wenn der Schwerpunkt auf dem Winterdienst liege, sei der Laster ein „Alleskönner“. „Das Fahrzeug kann das ganze Jahr im Einsatz sein“, erzählt Eskuche. Im Winter räumen und streuen die Mitarbeiter damit die Straßen, im Herbst erledigen sie den Baum- und Heckenschnitt. Wird der Lkw für all diese Dinge nicht gebraucht, können Bauschutt und Pflastersteine damit transportiert werden, sagt der Leiter des technischen Außendienstes.

Lkw muss versiegelt werden 

Bis das neue Fahrzeug genutzt werden kann, dauert es noch eine Weile: „Der Laster muss noch versiegelt werden. Hier geht Haltbarkeit vor Schönheit.“ Denn beim Versiegeln werden die Hohlräume des Lkw ausgespritzt, damit das Salz das Material weniger angreifen kann. Zudem müsste den Mitarbeitern erst noch die Bedienung erklärt werden, sagt Eskuche.

Quelle: HNA

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