Neue Ausstellung im Naturparkzentrum Habichtswald am Dörnberg

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Neue Ausstellung im Naturparkzentrum Habichtswald: Einen Schwerpunkt bilden die Störche vom Glockenborn. Doris Garnatz, ehrenamtliche Mitarbeiterin, freut sich, dass die anmutigen Vögel sich in der Region niedergelassen haben und mitten im Brutgeschäft sind. Foto: Thon

Zierenberg. Ein frischer Wind weht seit einigen Tagen durch das Naturparkzentrum Habichtswald am Dörnberg. Foyer und Ausstellung wurden in den vergangenen Wochen neu gestaltet. Um den Besuchern etwas Neues zu bieten, hatte das Zentrum im Januar komplett geschlossen. „Nach fünf Jahren war es Zeit für eine Veränderung“, sagt Leiterin Annika Hartmann.

Und so kam es, dass das vertraute Keltenhaus seinen Platz räumen musste. Es wird derzeit neben dem Grillplatz auf der Wiese gegenüber aufgebaut und erhält ein Dach. Auf die Kelten und ihre Vergangenheit am Dörnberg müssen die Gäste aber auch im Gebäude nicht verzichten; die Ecke, die an die Volksgruppe aus der Eiszeit erinnert, hat nun einen dreidimensionalen, waldigen Hintergrund und einen Lehmbackhofen erhalten.

Vogel des Jahres

Beim Blick ins Walddiorama erfahren Besucher etwas über die Struktur des Habichtswaldes, typische Tierarten werden vorgestellt. Auch der Vogel des Jahres - der Grünspecht - findet Beachtung. Gemeinsam mit dem Nabu Oberelsungen informiert das Naturparkzentrum über den Specht mit der roten Kopfzeichnung. Und jetzt, da erstmals Störche am Glockenborn brüten, kommt der Naturpark Habichtswald natürlich auch nicht an dem majestätischen Vogel vorbei. Dargestellt ist ein Nest, dazu gibt es eine Fülle an Informationen und Adebar selbst ist ebenfalls zu sehen.

Per Mausklick in die Region

Besonders stolz ist Annika Hartmann auf eine kleine Auswahl an Filmen, die sich Besucher per Mausklick und mit Hilfe eines Beamers ansehen können. Die Filme präsentieren die nordhessische Landschaft, insbesondere das Gebiet des Naturparks. Ergänzt werden soll das Angebot um Bilder aus den zehn Kommunen des Naturparks. Darüber hinaus ist ein Schülerprojekt geplant. Ziel ist die Erarbeitung eines Filmes, der das Typische des Naturparks herausstellt.

Veränderungen gab es während der vergangenen Wochen auch im Foyer. Boden und Wände wurden erneuert. Hinzugekommen ist eine Sitzecke aus Holz.

Wie Hartmann sagt, hätten sich die Kosten für die Schönheitskur mit knapp 4000 Euro im Rahmen gehalten. Alle Arbeiten seien in Eigenleistung geschehen. Was nun noch fehle, sei eine große, dreidimensionale Karte, die im Eingangsbereich der Ausstellung installiert werden soll. Auf ihr können sich Gäste über die Höhepunkte im Naturpark informieren, die visuell auffällig herausgearbeitet werden.

Über einen Trend freut sich Hartmann sehr: Immer mehr Menschen besuchten das Zentrum am Fuße der Helfensteine. Trotz Schließung im Januar seien bis jetzt über 2000 Menschen da gewesen. Im vergangenen Jahr lag die Besucherzahl bei 7200 Menschen.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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