Bauarbeiten für A 7-Brücke sollen bis 2015 dauern

A7: Neue Bahn für 42 Millionen Euro

Da geht’s bald lang: Während unten die Vorbereitungen für den symbolischen Spatenstich laufen, wird oben die Arbeit erledigt. Raupenfahrer Karl-Heinz Kistler bereitet die Punkte vor, an denen später die Pfeiler der neuen Brücke stehen sollen. Foto: Schäfer

Felsberg. Mit 66 Jahren ist Schluss: Die Helterbachtalbrücke muss in den Ruhestand gehen. Über 70.000 Fahrzeuge donnern jeden Tag auf der A 7 über das 1937 in Dienst gestellte Bauwerk. Diesen Anforderungen ist die Konstruktion nicht mehr gewachsen.

Derzeit sind bereits die zweite und dritte Fahrspur beider Fahrtrichtungen für Lkw gesperrt, Schwertransporte dürfen gar nicht mehr durch. Deshalb wurde am Freitag der Startschuss für den Bau einer neuen Brücke gegeben. 42 Millionen Euro werden die Bauarbeiten kosten. Bis 2015 dauert es, dann soll die neue Brücke fertig sein.

Note 3,9 reichte nicht aus

„Wir haben die alte Brücke 2005 geprüft“, sagte Staatssekretär Rainer Bomba am Freitag beim symbolischen ersten Spatenstich für die Bauarbeiten. „Damals hat sie die Note 3,9 bekommen.“ Das sei nicht hinnehmbar gewesen. Eine Instandsetzung hätte nicht geholfen. Zur Stärkung der Brückenpfeiler wurden bereits Stahlverstärkungen angebracht. Die Entscheidung fiel: Eine neue Brücke musste her.

Um die Einschränkungen für den Verkehr so niedrig wie möglich zu halten, wird der Neubau neben der alten Brücke errichtet. Dafür sei ein Streckenneubau von etwa 1,6 Kilometern vor und hinter der Brücke notwendig, sagt Horst Sinemus, Pressesprecher von Hessen Mobil. Wenn die erste Brückenhälfte in Fahrtrichtung Süd fertig ist, soll die alte Brücke abgerissen werden. Die zweite Hälfte der neuen Brücke entsteht dann im Bereich des alten Bauwerks.

Auch die Kreisstraße 21 ist von den Bauarbeiten betroffen. Sie werde in Zukunft nicht mehr unter, sondern über der Autobahn verlaufen.

„Der Neubau der Brücke und der Umbau der Streckenführung sorgt für mehr Verkehrssicherheit auf der A7“, betonte Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch. Der Autobahnabschnitt zwischen den Anschlussstellen Guxhagen und Melsungen werde auf einer Strecke von 3,2 Kilometern gründlich instandgesetzt.

Auffahrt bei Melsungen

Dadurch kommt es derzeit auch zu Einschränkungen an der Anschlussstelle Melsungen. Die Auffahrt ist durch die Sperrung des Seitenstreifens stark verkürzt worden. Die Sicherheit sei jedoch gewährleistet. „Das ist alles mit der Autobahnpolizei abgesprochen“, sagt Hessen-Mobil-Pressesprecher Sinemus. Die Bauarbeiten würden derzeit planmäßig laufen, doch mit einer Einschränkung sei noch eine Weile zu rechnen. „Sollten dort irgendwelche Komplikationen für den Verkehr auftreten, werden wir natürlich eine andere Lösung suchen“, sagt Sinemus.

Von Moritz Schäfer

Quelle: HNA

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