Neue Betreuungsplätze für Einjährige in Wolfhagen

Bald mehr Plätze für Einjährige: Bisher werden die Jüngsten nur von Tagesmüttern wie Svenja Salzmann betreut. In Kürze steigt auch das Rote Kreuz mit ein. Foto: Spanel/Archiv

Wolfhagen. In Wolfhagen ist die gesetzlich geforderte Betreuung der Einjährigen zunächst gesichert. Um den Rechtsanspruch der Eltern ab August dieses Jahres erfüllen zu können, kooperiert die Stadt mit dem Roten Kreuz (DRK) und Tagesmüttern.

Dieses Konzept wurde am Donnerstagabend vom Wolfhager Parlament einstimmig abgesegnet. Danach wird das DRK eine eingruppige Montessori-Kindergruppe mit zehn Plätzen in den Räumen des neuen Kultur- und Sozialzentrums (KuSZ) in Wolfhagen eröffnen. Nach Auskunft von Kai Liebig von der Stadt laufen die Umbaumaßnahmen derzeit auf Hochtouren.

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für unter Dreijährige ist enorm. „Wir werden derzeit von Anfragen nach Plätzen für Zweijährige überrollt“, so Liebig. Dabei habe die Stadt schon fürs neue Kindergartenjahr um fünf weitere Plätze aufgestockt. Dazu kommt die DRK-Gruppe, die Ein- bis Dreijährige aufnimmt. „Es wird trotzdem nicht reichen“, meint Liebig. Man rechnet derzeit damit, dass im Laufe des Kindergartenjahres eine weitere Gruppe für die Zweijährigen eröffnet werden muss.

Dieser Meinung sind auch die Parlamentarier. „Wir müssen da dran bleiben“, sagte Denise Schwarz von der CDU-Fraktion in der Stadtverordnetensitzung am Donnerstagabend in Istha. SPD-Fraktionsvorsitzender Heiko Weiershäuser wies daraufhin, dass man für die Betreuung der Einjährigen keine höheren Gebühren verlange. „Fast jede Kommune im Landkreis macht das und verlangt 30 Prozent mehr Geld von den Eltern.“ Die Stadt Wolfhagen wolle damit ein Signal für Familienfreundlichkeit setzen.

Die Stadt wird das DRK als freien Träger mit einem Zuschuss zu den Betriebskosten unterstützen.

Aktuell gibt zusätzliche Plätze für Einjährige bei Wolfhager Tagesmüttern. Von 51 Betreuungsplätzen werden rund die Hälfte von Einjährigen besetzt.

Quelle: HNA

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