Neue Chance für Josianne: Klasse zahlt für Schulausbildung eines Patenkinds in Afrika

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Ermöglichen einem afrikanischen Mädchen eine gute Ausbildung: Die Berufsschüler der Radko-Stöckl-Schule haben jetzt erstmals 180 Euro an ihr Patenkind in Burkina Faso gespendet. Im Vordergrund von links Tobias Günther und Dennis Dauber, dahinter Saskia Wiese, Lisa Heil, Margarita Mamedow, Katharina Maier, Sarah Spörhase, Kristina Zeyer und Klassenlehrerin Petra Spiegler-Siebert.

Melsungen. Für Josianne Yaméogo beginnt ein neues Leben. Das zwölfjährige Mädchen lebt im westafrikanischen Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Erde. Aber nun nimmt ihr Schicksal eine Wende. Denn Josianne wird ab sofort mit Geld versorgt, und zwar von Schülern der Radko-Stöckl-Schule.

Die Rede ist von einer 11. Klasse angehender Industriekaufleute, in der soziales Engagement ein wichtiges Thema ist.

Die 23 Azubis hatten zum Tag der offenen Tür im Februar ein Projekt ins Leben gerufen, mit dem sie einem benachteiligten Kind aus Melsungen Partnerstadt Koudougou sowohl die Schullaufbahn als auch die nachfolgende Berufsausbildung finanzieren wollen (die HNA berichtete).

„Jetzt haben wir ein Kind gefunden“, sagte Kristin Zeyer: Josianne Yaméogo nämlich. 180 Euro bekommt Josianne nun jedes Jahr. „Damit können wir ihr die Schule bezahlen und noch zu einem gewissen Teil die Lebenshaltungskosten der Familie decken“, sagte Margarita Mamedow.

Josianne Yaméogo

Dabei sei sichergestellt, dass das Geld auch bei Josianne ankommt. „Dafür garantiert der Partnerschaftsverein Melsungen, der sich schon lange um Patenschaften für arme Kinder verdient macht“, sagte Kristin Zeyer. Mitglieder des Vereins fahren regelmäßig in das afrikanische Land, um dort das Geld der Pateneltern den Patenkindern persönlich zu übergeben. Kommen die Kinder nicht, gibt es auch kein Geld.

200 Euro vom Waffelverkauf

„Unser Waffel- und Kaffeeverkauf zum Tag der offenen Schultür war ein voller Erfolg“, sagte Sarah Spörhase. „Wir hätten nie gedacht, dass wir soviel Geld zusammenkriegen.“ Immerhin um die 200 Euro seien das gewesen, die erste Jahresspende für Josianne habe damit bereits gezahlt werden können. „Das ist auch ein Stück Entwicklungshilfe“, stellte Lisa Heil fest. „Denn durch unsere Patenschaftsspende lernen die Kinder dort, mit Geld umzugehen – das ist ja auch ganz wichtig.“

Nächstes Jahr sind diese Schüler mit ihrer Ausbildung fertig. „Dann führt unsere Nachfolgeklasse die Patenschaft für Josianne weiter“, sagte Klassenlehrerin Petra Spiegler-Siebert. „Damit das Kind auch künftig eine fundierte Ausbildung erhält.“

Quelle: HNA

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