Neue Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Ist als Chefin in der Vitos-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Merxhausen angekommen: Dr. Nathalie Bock. Foto: Thon

Merxhausen. Dr. Nathalie Bock ist die neue Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Am Mittwoch wird sie offiziell in das Amt eingeführt, das sie seit Oktober bekleidet.

Während ihrer ersten Wochen hat sie bereits einen Umzug miterlebt. Denn eigentlich hat die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie ihren Sitz in Bad Wilhelmshöhe. Dort wird derzeit ein neues Gebäude errichtet. Und bis das im Jahr 2017 bezugsfertig sein wird, hat Bock ihren Arbeitsplatz in Merxhausen, wo ihre jungen Patienten nun vorübergehend Quartier bezogen haben.

Für die Medizinerin und Privatdozentin ist die Entscheidung für Vitos ein Bekenntnis zu ihrer Heimat. „Meine Eltern kommen aus Fuldatal“, sagt die 45-Jährige, deren Lebensmittelpunkt während der Kindheit und Studienzeit immer irgendwo zwischen Nordhessen und Südniedersachsen lag. Vor vier Jahren hatte sie für eine kurze Zeit als Oberärztin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Kassel schon Bekanntschaft mit dem Vitos-Team geschlossen. „Insofern ist der berufliche Wechsel für mich sehr reizvoll“, sagt Bock, die zuletzt als Chefärztin an einer Klinik in Ganderkesee bei Bremen tätig war.

In der Therapie verfolgt Nathalie Bock einen familienanalogen Ansatz. Das ist neu für die Kinder- und Jugendpsychiatrie der Vitos-Klinik. Unter Bocks Leitung werden die Patienten in altersgemischten Gruppen betreut. Der Vorteil: Die Kinder und Jugendlichen sind näher an der Realität. Alterstypische Konflikte etwa mit älteren Geschwistern und Rivalitätsverhalten treten offener zu Tage. Und bei der Therapie gilt: Was den Patienten hilft, ist gut. Die Ärztin kann Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Systemische Familientherapie anbieten. „Wir sind auf keine Schule festgelegt.“

Die meisten der jungen Patienten im Alter von vier bis 18 Jahren werden über die in Nordhessen verteilten Ambulanzen in die Kinder- und Jugendpsychiatrie überwiesen, die derzeit 50 Betten in Merxhausen und weitere zehn in Wabern hat. Die Störungen, die in der Vitos-Klinik behandelt werden, reichen von Angst- über Zwangsstörung bis hin zu affektiven und psychotischen Störungen. Auch Essstörungen und Traumafolgestörungen werden in Merxhausen therapiert.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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