Ein Auftakt mit Appell

Neue Division Schnelle Kräfte stellte sich mehr als 3000 Besuchern vor

+

Stadtallendorf. Die Division Schnelle Kräfte präsentierte sich am Donnerstag auf dem Gelände des Stadtallendorfer Herrenwaldstadions 3000 Besuchern. Dabei war viel Politprominenz, etwa Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihre niederländische Amtskollegin Jeanine Hennis-Plasschaert.

Gelockt wurde das Publikum nicht nur von einer Geräteschau, sondern auch von einem Umgliederungsappell, der Übergabe der Divisionsführung von Generalmajor Jörg Vollmer an Brigadegeneral Eberhard Zorn und der offiziellen Integration der 11. Luchtmobielen Brigade der Niederlande. Damit hatten die Bundeswehrsoldaten aus dem Standort Stadtallendorf nahtlos an die vergangenen Zeiten der ehemaligen Panzerbrigade 14 angeknüpft. Den Höhepunkt stellte der feierliche Appell im Beisein der beiden Verteidigungsministerinnen dar. „Sie haben sich im Einsatz bewährt und dort hervorragende Leistungen vollbracht“, erinnerte von der Leyen an die enorme Beteiligung von Divisionsangehörigen an Auslandseinsätzen. Mit dem Appell schloss die Bundeswehr die Umgliederung der Division Spezielle Operationen in die Division Schnelle Kräfte ab. Äußerlich dokumentiert wurde dies durch die Verleihung des Fahnenbandes für die Truppenfahne der Division Schnelle Kräfte.

Division Schnelle Kräfte stellte sich vor

Neue Division Schnelle Kräfte stellte sich vor

Vorab hatten sich die Stadtallendorfer Fallschirmjäger zusammen mit ihren niederländischen Kameraden höchst publikumswirksam vorgestellt. Dabei standen vor allem die Fallschirmabsprünge der Freifallspezialisten im Vordergrund: Sechs Fallschirmjäger -je einer beim Sprung die deutsche und die niederländischen Fahne zeigend - stürzten sich bei bestem Sprungwetter aus einer Höhe von 2500 Metern aus dem Hubschrauber, segelten nach Öffnen ihres Spezialschirms wie an einer Perlenschnur aufgereiht durch die Luft und landeten anschließend punktgenau auf der Rasenfläche des Stadions. Zuschauer erlebten hautnah mit, wie sich die Fallschirmjäger im Nahkampf mit oder ohne Waffen verteidigen. Neben Waffen und Spezialgerät für die Fallschirmjäger wie Kleinpanzern vom Typ Wiesel fanden vor allem die diversen Hubschraubertypen, an welche die Zuschauer einmal ganz nah herankommen und sogar hineinklettern konnten, großes Interesse.

Gekommen war auch der Informationstruck mit Wehrdienstberatern, um all die zu informieren, die gerne später auch Fallschirmjäger werden wollen.

Von Alfons Wieber

Quelle: HNA

Kommentare