Das kreiseigene Buchenhaus wurde ans Fernwärmenetz in Schönau angeschlossen

Neue Energie für Erholung

Überzeugt von Fernwärme: von links Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker, Wolfgang Staus (Leiter des Buchenhauses), Kerstin Schwab (Betriebsleiterin des Eigenbetriebs Jugend- und Freizeiteinrichtungen), Arnold Fellinger (Geschäftsführer der Bioenergie Berchtesgadener Land). Fotos: privat

Schwalm-Eder. Das Buchenhaus, die kreiseigene Freizeiteinrichtung in Schönau am Königssee, wird seit September mit Fernwärme des ortsansässigen Biomasse-Heizkraftwerks versorgt.

Mit dem Anschluss an das Fernwärmenetz leiste der Schwalm-Eder-Kreis einen weiteren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker im Anschluss an eine Dienstreise ins Buchenhaus. Außerdem könnten die Energiekosten deutlich gesenkt werden.

Nach einer Kalkulation des Eigenbetriebes Jugend- und Freizeiteinrichtungen sind künftig etwa 80 000 Euro nötig. Bisher waren es 120 000 Euro. Zu den Betreibern des Biomasse-Heizkraftwerks in Schönau habe bereits seit 2009 Kontakt bestanden, auf Grund eines bestehenden Wärmelieferungs-Vertrages für die Gasheizung sei eine Umstellung aber erst jetzt möglich gewesen.

Das Holzhackschnitzelheizkraftwerk in Schönau ist seit 2010 in Betrieb. Dort werden nach Auskunft des Schwalm-Eder-Kreises nur nachwachsende Rohstoffe aus der Region eingesetzt.

Arnold Fellinger, Geschäftsführer der Bioenergie Berchtesgadener Land, erläuterte die neu eingebaute Übergabestation im Buchenhaus und zeigte, dass durch die neue, direkt mit dem Werk verbundene Heizungsregelung eine ständige Überwachung und Optimierung möglich sei. Die steigenden Holzpreise sieht er nicht als Risiko. Der Preis für die Holzhackschnitzel sei vom Brennholzpreis abgekoppelt.

Betriebsleiterin Kerstin Schwab zeigte sich erfreut, dass die Umstellung innerhalb von drei Tagen reibungslos erfolgt sei und es nur geringfügige Beeinträchtigung des Betriebes gegeben habe.

Haus soll saniert werden

Die Energiekosten des 180- Betten-Hauses sollen aber auch mit anderen Mitteln gesenkt werden, kündigte Becker an. Als nächstes werde das Haus Kehlstein, ein Gebäudeteil des Buchenhauses, energetisch saniert. Dabei sollen das Dach und die Fenster erneuert und ein Wärmedämm-System an der Fassade angebracht werden. (red)

Quelle: HNA

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