Neue Flächen für Gewerbe: Parlament Malsfeld stimmt für Bebauungsplan

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Auf Expansionskurs: Die Dr. Schumacher GmbH könnte von neuen Gewerbeflächen in Beiseförth profitieren. Das Unternehmen stellt unter anderem Hygiene-, Desinfektions- und Pflegeprodukte her.

Malsfeld. In Beiseförth sollen neue Gewerbeflächen entstehen. Dazu fasste das Parlament Malsfeld am Donnerstagabend drei Beschlüsse.

Sie zielen nach Verwaltungsangaben darauf ab, die Voraussetzungen für die Erweiterung eines Unternehmens am Ort zu schaffen.

Folgende Beschlüsse wurden gefasst: 

• Erstens stimmten die Gemeindevertreter für eine Änderung des Flächennutzungsplans Rockenberge und Hopfengarten.

• Zweitens soll eine in der Bebauungsplanung als Friedhofsanlage ausgewiesene Fläche in Am Rockenberge-Gewerbegebiet umbenannt werden. Bei dem Areal handelt es sich um eine öffentliche Grünfläche. Ein Friedhof wurde nie angelegt.

• Drittens soll ein Bebauungsplan „Am Rockenberge-Gewerbegebiet Süd“ aufgestellt werden. Das Plangebiet wird im Westen durch die Beiseförther Bahntrasse abgeschlossen. Im Süden und Osten grenzen gewerblich genutzte Flächen ans Areal. Im Norden gibt es landwirtschaftlich genutzte Flächen. Schließlich liegen sechs Wohnhäuser im angestrebten Gewerbegebiet.

Alle Fraktionen stimmten dem Vorhaben zu. Klaus Rehs (CDU) nannte die Beschlüsse mit Blick auf Arbeitsplätze und Gewerbesteuer einen Akt der Daseinsvorsorge. Heinz Schneider (SPD) sprach vom Schaffen langfristiger Optionen. Ein schnell wachsendes Unternehmen solle am Standort bleiben. Ralf-Urs Giesen (FDP) kommentierte: „Das Gemeinwohl steht im Vordergrund.“ Und Winfried Hucke (GL) erklärte, zu den Beschlüssen gebe es keine Alternative.

In Beiseförth ansässig ist die Dr. Schumacher GmbH. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben am Standort zurzeit 250 Mitarbeiter, will expandieren und hat in der Sache eine Bauvoranfrage gestellt. In der Anfrage geht es nach Firmenangaben um eine Erweiterung der Produktions- und Lagerflächen.

Die Pläne folgen nach Unternehmensangaben einem erwarteten kontinuierlichen Wachstum für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Man benötige Laborräume, Büros und Lager für Packmittel, um auch in Zukunft neue Arbeitsplätze anbieten zu können. Die Dr. Schumacher GmbH hat noch eine Niederlassung in Polen mit 550 Beschäftigten.

Quelle: HNA

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