Neue Gema-Tarife stoßen auf Kritik

Wolfhager Land. Ab 2013 will die Verwertungsgesellschaft Gema die Organisatoren von Veranstaltungen mit Musik mit anderen Vorgaben zur Kasse bitten.

Statt elf Tarifen soll es nur noch zwei geben. Maßgeblich für die Berechnung sind die Größe der Veranstaltungsfläche und die Höhe des Eintritts

Kritik dazu kommt von Wolfgang Frey, Kulturverein Wolfhagen und Kopf des Kulturladens in Wolfhagen. „Bei den neuen Tarifen rechnet sich keine Veranstaltung mehr, für uns wäre das katastrophal“, sagt Frey. Die Kosten würden sich bei einem Konzert, zum Beispiel mit Christina Lux, um das vierfache erhöhen. Auch die Pauschalverträge würden sich um zehn Prozent erhöhen. Laut Tarifblatt gibt es erst einen Preisnachlass nach der 16. Veranstaltung. Die Gesetzesvorlage ist noch nicht verabschiedet, aber Frey ist pessimistisch. „Die Gema hat eine große Lobbyfunktion und hat bisher alles durchbekommen“, so Frey. Es gebe natürlich viel Protest, auch aus der freien Wirtschaft, aber Frey fühle sich als Kleinkunstbetreiber nicht richtig vertreten.

Unklar sind noch die Kostenänderungen für das Festzelt des Wolfhager Viehmarktes, der am Wochenende zu Ende gehr. Nach Auskunft der Zeltverleih- und Bewirtschaftungs-GmbH, die dafür verantwortlich ist, habe es noch keine Benachrichtigung von der Gema zur Kostenfrage gegeben.

Auch Gerd Henrich, zuständig für das Gema-Thema bei der Stadt Zierenberg, kann noch keine konkreten Zahlen nennen, ob es sich noch finanziell lohnen wird, den Viehmarkt zu veranstalten. Ein Blick auf die neuen Tarifblätter zeigt: Für eine Veranstaltung auf 600 Quadratmetern würden bei neun Euro Eintritt künftig 540 statt 432,40 Euro fällig. Bei einem Eintritt von sechs Euro würde es billiger. Dann könnten jedoch teure Getränke und hohe Standgebühren die Folge sein.

Von Nicole Flöper

Quelle: HNA

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