Ortsvorsteher Olaf Kruska ärgert sich über Vorhaben

Neue Gewichtsgrenze für Brücke sorgt für Unmut

Ärgert sich über das Vorhaben: Wagenfurths Ortsvorsteher Olaf Kruska sorgt sich wegen der Umleitung für den Schwerverkehr. Hier steht er an der Wagnefurther Fuldabrücke. Foto: C. Hartung

Körle. Über die Fuldabrücke in Wagenfurth dürfen künftig keine Fahrzeuge mehr fahren, die mehr als zwölf Tonnen wiegen. Ortsvorsteher Olaf Kruska ärgert sich über das Vorhaben.

An der Brücke wurden bei einer Untersuchung Mängel in der Tragfähigkeit festgestellt, teilt Landrat Winfried Becker auf HNA-Anfrage mit. Der Schwerverkehr soll über die neue Fuldabrücke in Grebenau umgeleitet werden. Die Beschilderung wird in den nächsten Tagen aufgestellt.

„Das kann doch nicht sein“, sagt Wagenfurths Ortsvorsteher Olaf Kruska. „Die Umleitung ist eine Zumutung für die Firmen und Landwirte im Ort.“ Zwei ansässige Unternehmen - Holzbau Dieling und die Baukranvermietung Osterberg - müssten regelmäßig die Brücke mit langen Transporten passieren. Die können schon mal bis zu 18 Metern lang sein, sagt Kruska. „Die Lastwagen können doch nicht immer die Umleitung durch Wagenfurth und Grebenau fahren. Das ist doch das reinste Nadelöhr mitten durch die Orte. In Grebenau parken links und rechts an der Straße auch immer Autos“, sagt Kruska. Dort müsse dann ein Parkverbot eingerichtet werden.

„Das zieht den Firmen den Boden unter den Füßen weg.“

Auch Landwirte könnten die Brücke in Wagenfurth nicht mehr nutzen, wenn sie auf zwölf Tonnen begrenzt wird. „Die fahren ja manchmal 60 Mal am Tag hier lang. Wenn die immer erst bis Grebenau müssen, lohnt sich die Arbeit bei dem Dieselverbrauch bald gar nicht mehr“, ärgert sich der Ortsvorsteher. „Wenn die Umleitung nur für eine bestimmte Zeit eingerichtet wird und wir eine neue Brücke bekommen, wäre es ja in Ordnung“, sagt Kruska. „Aber wenn es jetzt bei der Ablastung bleiben sollte und sich dann nichts mehr tut, wird das zum Problem. Das zieht den Firmen ja den Boden unter den Füßen weg.“

Reparatur

Sie wieder nur zu reparieren, sei nicht die beste Lösung, sagt Kruska. Denn dann sei es wieder nur eine Frage der Zeit, bis erneut Mängel auftreten. „Lobenhausen hat eine neue Brücke bekommen und Grebenau auch. Und hier wird abgelastet, das kann doch nicht sein.“

Zwei Teilbauwerke

Die jetzige Fuldabrücke in Wagenfurth besteht aus zwei Teilbauwerken aus den Jahren 1890 und 1958.

Der Schwalm-Eder-Kreis hatte die Prüfung der Brücke in Auftrag gegeben, um die Verkehrssicherheit festzustellen, teilt der Landrat mit. Geplant sei, die Tragfähigkeit der Brücke wiederherzustellen. Wie das geschehen soll, ist noch offen.

„Gemeinsam mit der Gemeinde Körle und Hessen Mobil solle nun zeitnah über ein Sanierungs- oder Baukonzept entschieden werden“, heißt es seitens der Kreisverwaltung in Homberg. Ein entsprechendes Gutachten wolle der Kreis jetzt in Auftrag geben.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare