180 Kinder bekommen modernen Unterricht

Neue Grundschule in Willingshausen

Künstlerisch wertvoll: Die neue Rotkäppchenschule für 180 Grundschüler in Willingshausen. Foto: Grede

Willingshausen. Wie Julian und Leon aus der dritten Klasse gefällt es 180 Kindern in der neuen Grundschule in Willingshausen - direkt neben der Antreffhalle und dem Merzhäuser Kindergarten.

„Wir kriegen nie Hausaufgaben auf“, freut sich Julian. „Es ist allerdings noch nicht alles fertig“, schränkt Leon sein Lob ein. Das mit den Hausaufgaben, das liegt an dem neuen Schulkonzept, erläutern Schulleiterin Renate Daube und ihre Stellvertreterin Yvonne Tettschlag.

Zum Beispiel gibt es als Grundschule mit einem freiwilligen Ganztagsangebot nachmittags unterrichtsergänzende Angebote. Auch habe sich die Tagesstruktur verändert, erklärt Daube. So sei man weg vom 45-Minuten-Rhythmus und gestalte die Stundentafel offener. Das wiederum machen erst die neuen Räumlichkeiten möglich, unterstreicht Schuldezernent Lothar von Eickels.

Angelegt ist die Schule zweizügig. Einmalig wird es in diesem Schuljahr allerdings drei vierte Klassen geben. Man habe die Viertklässler nicht für ein Jahr aus ihren ursprünglichen Klassenverbänden lösen wollen, sagt Daube. Immer jeweils zwei Klassenräume, die sich über zwei Etagen an den beiden der Sonne zugewandten Schenkeln des dreieckigen Baukörpers verteilen, werden durch Differenzierungsräume miteinander verbunden. Pädagogische Konzepte zur Förderung und Inklusion lassen sich so auch räumlich einfacher realisieren.

In den nördlich ausgerichteten Gebäudeteilen, als Teil der großen Eingangshalle, gibt es einen Mehrzweckraum, der wahrlich funktional ist: Er dient als Mensa samt Ausgabeküche, kann aber auch als Bühne bei größeren Veranstaltungen im Atrium dienen. Leicht abgetrennt liegen im Obergeschoss Verwaltungsräume, Lehrer- und Besprechungszimmer.

Noch stehen in vielen Räumen Kisten und Kartons in den Räumen, das neue Schulkonzept muss sich weiter im Alltag verankern: „Vermutlich brauchen wir das ganze Schuljahr, um den Umzug endgültig abzuschließen“, meint Daube. Dem haben auch das Schulamt und die Schulverwaltung Rechnung getragen. Erstmals werde sich die Schulleiterin aus dem Unterrichtsgeschehen heraushalten, so van Eickels. Auch Hausmeister Jochen Möller hat eine höheres Stundendeputat.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare