Buch zu der Fotoausstellung von in Homberg lebenden Mitgranten vorgestellt

Die neue Heimat im Fokus

Neues Fotobuch zur Ausstellung: Über das Ergebnis freuen sich (von links) Quartiermanager Klaus Herz, Bürgermeister Dr. Nico Ritz und Projektkoordinatorin Tanja Siebert-Moloko. Foto: Yüce

Homberg. Was würden Sie fotografieren, wenn Sie etwas in Homberg ablichten wollten? Die Stadtkirche. Das Rathaus. Den Marktplatz. Die Hohenburg. Das sind vermutlich die Dinge, die Hombergern und auch Touristen ins Auge springen. Doch was rückt in den Fokus der Menschen, die neu in der Stadt sind? Menschen, deren Heimatland nicht Deutschland ist.

Eine Antwort darauf gab die Ausstellung „Alltägliche Aufnahmen in Homberg“. Sie zeigte Bilder, die neun Migranten aus vier Ländern gemacht hatten. Eine Ausstellung, die gut ankam. Und deshalb haben sich die Initiatoren des Stadtentwicklungsvereins dazu entschlossen, ein Fotobuch zur Ausstellung herauszugeben.

„Es kamen 250 Besucher zur Ausstellung in die ehemalige Engel-Apotheke. Das hat uns sehr gefreut“, sagt Klaus Herz vom Stadtentwicklungsverein. Dieses Interesse habe sie ermutigt, das Fotobuch herauszugeben.

Das Buch sei erst mal in einer kleinen Auflage aufgelegt worden. Der Nachdruck sei aber ab einer Bestellmenge von 30 Exemplaren möglich. Ein erstes Buch erhielt am Mittwochmorgen Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Denn der Stadt sei man für die Unterstützung sehr dankbar. Sie hatte die Räume für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. Ritz hatte sich die Ausstellung auch angesehen und zeigte sich nachhaltig beeindruckt. „Es ist interessant was neue Bewohner der Stadt wahrnehmen“, so Ritz.

„Für uns war es wichtig, uns außerhalb des Bahnhofsgebäudes zu präsentieren“, sagt Projektkoordinatorin Tanja Siebert-Moloko vom Verein die Soziale Stadt, die das Projekt für den Stadtentwicklungsverein begleitete. Sie nutzte private Kontakte zum Hobbyfotografen Rolf Mänken, der den Teilnehmern im Alter von 16 bis 68 Jahren eine kleine Schulung gab. Danach zogen sie los und fotografierten sich, ihre Umgebung, ihren Alltag. Die Männer und Frauen aus Eritrea, Äthiopien, Afghanistan und Sri Lanka haben ihren ganz persönlichen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung festgehalten. Dass das Ergebnis gut ankam, schlug sich nicht nur in der Besucherzahl nieder. Auch zahlreiche positive Einträge im Gästebuch belegen es. „Lebendig schön und einer der ersten Schritte für ein gutes Miteinander“, heißt es dort ebenso wie „Sehr schöne Bilder, man sieht Ecken und Plätze, die man sonst gar nicht wahrnimmt.“

• Wer Homberg mal aus einem neuen Blickwinkel betrachten möchte, kann sich per Mail für das Buch vormerken lassen: tanja.siebert-moloko@internationaler-bund.de

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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