Frankenbergerin will Nordhessenpark einrichten

Das sind die neuen Ideen fürs Kraftwerk in Borken

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Neue Ideen fürs alte Industriegebäude: Mandy Ernst aus Frankenberg betreibt jetzt das Alte Kraftwerk Borken.

Borken. Die Frankenberger Unternehmerin Mandy Ernst führt ab sofort die Geschäfte im Alten Kraftwerk Borken. Die Agrarwissenschaftlerin will dort ein großes Freizeitgelände unter dem Begriff „Nordhessenpark" errichten.

Vorgänger Richard Rode (74) will sich aus Altersgründen zurückziehen.

Eigentlich hatte der Niestetaler das ehemalige Großkraftwerk für eine Million Euro verkaufen wollen, nun betreibt er vorerst eine Kooperation mit der 26-jährigen Jungunternehmerin. Ob die allerdings die Immobilie in absehbarer Zeit erwerben wird, stehe noch nicht fest. „Es besteht keinerlei finanzieller Druck“, sagte Rode.

Mandy Ernst hat die Gesellschaft „Nordhessenpark.de - Freizeit GmbH“ gegründet, die künftig viele Angebote machen will: Messen und Märkte, Tuning-Treffen, Techno-Festivals und Tattoo-Shows sind nur kleine Mosaiksteine. Es gibt außerdem Pläne für türkische Feste und für einen Familien-Freizeit-Park. Der soll unter anderem aus einem Brüder-Grimm-Märchenpark für Kinder bestehen.

Das Kraftwerk soll aber auch Plattform für andere Veranstaltungen werden: Mandy Ernst will das Gelände rund ums Alte Kraftwerk unter dem Namen Nordhessenpark bekannt machen und vermarkten. „Die Substanz ist da - jetzt müssen Ideen rein“, sagt die 26-Jährige, die dort bereits seit einem Jahr Tuning-Treffen ausrichtet.

Erste Ideen setzt sie in der Diskothek Rom um. Die ist seit Juli geschlossen und wird neu gestaltet - aus der Großdisko soll ein überschaubarer Club werden. Die Neueröffnung ist für den 5. November geplant. „Man kann viele Fehler machen“, sagt Richard Rode, der Ernst als Berater zur Seite steht. „Keinesfalls aber ist es ein Fehler, das Alte Kraftwerk weiterzuführen. Das wird ein Erfolg.“

Quelle: HNA

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