Schulsozialarbeit im Landkreis wird weiter ausgebaut – Pädagoginnen eingestellt

Elf Neue für die Kinder

Morgen geht es los: Isolde Allmeroth, Stephanie Bürger, Susann Götze, Miriam Hamel, Nina Lindner, Olga Neufeld, Johanna Richter, Martina Umbach und Daniela Vogt erhielten am Montag ihre Verträge. Foto:  Dewert

Schwalm-Eder. Elf neue Schulsozialarbeiterinnen beginnen morgen ihren Dienst an Schulen im Landkreis. Der Weg sei lang und mühselig gewesen, sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl während der Vorstellung der Diplom-Sozialpädagoginnen in Homberg. Mit dem hessischen Kultusministerium habe es ein unsägliches Hin und Her gegeben. Jetzt sei die Finanzierung aber bis auf Weiteres gesichert.

Acht weitere Schulsozialarbeiter verrichten seit zum Teil vier Jahren ihren Dienst an Schulen. Die Verträge wurden jüngst entfristet.

Wenige Männer beworben

Auffällig ist, dass unter den elf neuen Pädagoginnen kein Mann zu finden ist: Unter den 54 Bewerben für die elf freien Stellen hätten sich nur drei Männer befunden, klärt Elke Junger, Geschäftsführerin des Starthilfeausbildungsverbundes, auf. Zwei hätten nicht über die entsprechende Qualifikation verfügt, und der dritte sei kurzfristig abgesprungen. Der niedrige Männeranteil korreliere aber mit dem Angebot. Derzeit könnten nur befristete Teilzeitstellen angeboten werden, sagte Junger weiter.

Angestellt sind die Sozialarbeiterinnen beim Starthilfe-Ausbildungsverbund, und sie stellen dort mit fast 20 Mitarbeitern den größten Block. Die Starthilfe war wegen bundesweiter Einsparungen bei Qualifizierungen in Schieflage geraten.

Die Anstellung der Schulsozialarbeiterinnen ist also doppelt günstig: Der Starthilfe-Ausbildungsverbund erhält eine Pauschale pro Sozialarbeiter.

So konnten Mitarbeiter in der Verwaltung gehalten werden. Auch die Supervision, die inhaltliche Betreuung, die Urlaubsplanung und die Personalverwaltung laufen über die Starthilfe mit Sitz in Homberg.

Eine erfreuliche Nachricht kommt aus dem hessischen Kultusministerium in Wiesbaden. Es habe ganz aktuell ein klares Bekenntnis des Ministeriums zur Schulsozialarbeit gegeben, berichtete Waltraud Credé, Leiterin des Staatlichen Schulamtes in Fritzlar.

Drittel-Finanzierung

Die Schulsozialarbeit sei auch Aufgabe des Landes, heiße es aus dem Ministerium. Dies sei auch als Zusage zu verstehen, auch künftig hinter der Drittel-Finanzierung zu stehen.

Die ehemalige Kultusministerin Dorothea Henzler hatte ausschließlich die Landkreise als Schulträger in der Verantwortung gesehen. HINTERGRUND

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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