Einweihung mit Gottesdienst und Konzert

Neue Orgel für die renovierte Kirche

Freuen sich auf die Einweihung der sanierten Kirche in Leuderode: Pfarrer Horst Jung (rechts) und Hartmut Heinmüller vom Kirchenvorstand. Foto: Thiery

Leuderode. Den Leuderodern ist ihre Kirche viel wert: Zehn Jahren kämpften sie für deren Renovierung, sammelten Spenden, schufen ein provisorisches Dach und strichen das Gestühl. Nun ist das Ziel erreicht: Am Sonntag wird das Schmuckstück ab 14 Uhr eingeweiht. Zum ersten Mal ist auch die neue Orgel zu hören. Die kommissarische Dekanin Sabine Tümmler hält den Gottesdienst. Ab 17 Uhr gibt es ein Orgelkonzert.

Den letzten Schliff legten die Dorfbewohner diese Woche an, wischten das Gestühl und fegten den Boden, damit morgen alles glänzt. Neu ist die Orgel, und nahezu neu erscheint das fast komplett sanierte Gebäude: Dach, Fassade und Innenraum wurden überarbeitet, berichtet Pfarrer Horst Jung.

2008 hatte die Landeskirche das Geld für die Renovierung frei gegeben. „Die ganze Zeit mussten wir die Menschen im Dorf bei der Stange halten“, sagte Hartmut Heinmüller vom Kirchenvorstand. 1997 wurde der erste Antrag zur Renovierung gestellt, 2003 gab es das erste Kirchweihfest, bei dem Geld gesammelt wurde.

Viele erinnern sich an den Hessentag in Homberg, als sie Kaffee und Kuchen für die Kirche verkauften. 365 000 Euro kostete die Sanierung der Kirche, 40 000 Euro trugen die Leuderöder an Eigenleistungen bei. Sie strichen die Bänke an und errichteten bei der Dacheindeckung ein Notdach, damit es nicht hinein regnete.

Besonders stolz sind sie auf die neue Orgel, die vom Orgelbauer Nöske aus Rotenburg kommt. 40 000 Euro sammelten sie für das 66 000 Euro teure Stück. Sie ist aus Eichenholz, hat 363 Pfeifen und acht Register und ist mit seinen geschnitzten Schleierbrettern ein Hingucker.

Neu ist auch der Altar aus Sandstein, der zwischen der Kanzel und dem sanierten Taufbecken aus 1579 seinen Platz gefunden hat. Die Kirche hat 100 Sitzplätze und sogar eine kleine Empore.

Das Kirchlein wurde seit dem Bau in 1254 stetig erweitert, erzählte Kirchenälteste Elisabeth Reuter. 1789 bekam sie ihre jetzige Größe. Nach dem Gottesdienst am Sonntag lädt die Kirchengemeinde zu Kaffee und Kuchen ins Dorfgemeinschaftshaus. (zty)

Quelle: HNA

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