Gemeinde soll weiter mit DB Netz AG über Kaufvertrag für Fläche an der Raiffeisenstraße verhandeln

Neue Parkplätze am Bahnhof

Etwa 40 neue Parkplätze sollen am Bahnhof in Guxhagen entstehen: Die Gemeinde plant, diese Fläche von der DB Netz AG zu kaufen. Foto: Schippers

Guxhagen. Am Bahnhof in Guxhagen herrscht Parkplatzmangel. Daher plant die Gemeinde den Bau einer Park-and-ride-Anlage. Entstehen sollen etwa 40 neue Parkplätze.

Um das Projekt zu realisieren, will die Gemeinde die Fläche am Raiffeisengebäude, auf der die stillgelegten Gleise verlaufen, von der DB Netz AG kaufen. „Der Personennahverkehr hat stark zugenommen und es besteht dringend Bedarf an weiteren Parkflächen“, sagte Bürgermeister Edgar Slawik zu den Plänen.

Interessen der Bahn

Die Kaufabsicht bestehe bereits seit etwa sechs Jahren. Dass sich das Projekt nicht schneller habe realisieren lassen, sei vor allem auf die komplizierten Strukturen bei der Bahn zurückzuführen. „Es ist nach der Zerschlagung des Konzerns in viele Einzelgesellschaften sehr schwierig, den richtigen Ansprechpartner zu finden“, erläuterte der Bürgermeister.

Nun liegt endlich ein Kaufvertragsentwurf vor. Über ihn und die weiteren Verhandlungen ist am Dienstag in der Parlamentssitzung diskutiert worden. Der Hessische Städte- und Gemeindebund hatte den Entwurf durchgesehen und war zu dem Schluss gekommen, er berücksichtige vorrangig die Interessen der DB Netz AG und erlege der Gemeinde die hauptsächlichen Pflichten auf.

Vertrag erneut vorlegen

Das Parlament hat nun beschlossen, den Gemeindevorstand mit den weiteren Verhandlungen und dem Ankauf der Fläche zu einem Kaufpreis in Höhe von maximal 32 000 Euro zu beauftragen. Damit folgte es dem Beschlussvorschlag des Gemeindevorstandes.

Allerdings empfahl der Haupt- und Finanzausschuss, dass der endgültige Kaufvertrag der Gemeindevertretung erneut vorgelegt werden solle. Der ergänzte Beschluss wurde einstimmig angenommen.

„Wir werden den Empfehlungen des Städte- und Gemeindebundes folgen und versuchen, die Änderungswünsche gegenüber der Bahn zu formulieren“, sagte Slawik.

Eine weitere Sorge im Hinblick auf den Bau der Park-and-ride-Anlage äußerte Parlamentsmitglied Ulrich Wiegand (GL). Er bezog sich auf die Forderung Hessen Mobils, den Boden auf eventuelle Altlasten zu untersuchen. Das ehemalige Amt für Straßen- und Verkehrsverwaltung macht die Bodenprüfung für die Förderung des Projektes zur Auflage.

Hintergrund ist laut Slawik, dass die Bahn in den 90er-Jahren Gutachten zu Boden- und Grundwasserverunreinigungen im Umfeld der Ladestraße habe erstellen lassen. Dabei sei organisches sowie metallisches Material nachgewiesen worden. Der Entwurf des Kaufvertrages sieht vor, dass die Gemeinde als neue Eigentümerin für den Schaden bei einer eventuellen Verunreinigung zu haften hat.

„Das macht uns Bauchschmerzen, denn wir wissen nicht, was uns erwartet“, gab Wiegand zu bedenken. Eventuell entstehende Kosten seien nicht berechenbar.

Von Nicole Schippers

Quelle: HNA

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