Neue Pläne: Hochzeitshaus-Ausstellung soll moderner werden

Ein mächtiges Gebäude: Das ehrwürdige Fritzlarer Hochzeitshaus beherbergt das Regionalmuseum, für das es neue Pläne gibt. Foto: Dellit

Fritzlar. Das Fritzlarer Hochzeitshaus, einer der größten und repräsentativsten Fachwerkbauten Nordhessens, strahlt seit vergangenem Jahr in neuem Glanz - von außen. Für mehrere hunderttausend Euro wurde das Gebäude in jahrelanger Arbeit komplett saniert.

Jetzt gibt es neue Pläne für das Innere des Hauses, das Regionalmuseum. Noch alles beim Alten ist jedoch beim Regionalmuseum, das im Hochzeitshaus untergebracht ist. Ur- und Frühgeschichte, Stadtgeschichte, Ofensammlung und vieles mehr verteilen sich auf die Stockwerke, betreut vom Museumsverein und getragen von der Stiftung Regionalmuseum.

Über die Zukunft des Fritzlarer Museums, zu dem auch das nebenliegende Patrizierhaus gehört mit Gemäldegalerie, Archiv und mineralogischer Sammlung, wird seit geraumer Weile diskutiert.

Denn es winken für das Museum Zuschüsse aus dem EU-Programm „Aktive Kernbereiche“, in das Fritzlar zusammen mit Edertal und Bad Wildungen aufgenommen wurde.

Um an Fördergeld zu kommen, sind jedoch einige Fragen zu klären: Ist das Konzept noch zeitgemäß? Wie könnte oder sollte ein modernes Regionalmuseum aussehen? Wer muss Träger sein: die Stadt? Oder geht es auch mit der Stiftung, die Trägerin des Museums ist?

„Wir möchten, dass sich an dem Diskussionsprozess über die Zukunft des Museums möglichst viele beteiligen“, sagt Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange. Er hatte deshalb bereits 2009 das Kulturbüro AHB aus Gustavsburg beauftragt, eine Grundlagenkonzept für ein Regionalmuseum im Hochzeitshaus zu erarbeiten.

Dieses Konzept stand im Mittelpunkt einer Versammlung, zu der Interessierte ins Rathaus eingeladen worden waren. „Es sind immerhin 50 Personen gekommen“, sagt der Bürgermeister.

Auch die Konzeption des Museumsleiters Dr. Johann-Henrich Schotten sei bei dieser Gelegenheit vorgestellt worden. Es handele sich dabei um durchaus unterschiedliche Ansätze.

Lange möchte, dass sich Dr. Schotten und das Kulturbüro über ihre Vorstellungen austauschen. Bis zum Jahresende hofft er, eine Konzeption zu haben, die dann öffentlich präsentiert werden könne. Erst danach seien die städtischen Gremien gefragt.

Was das Gebäude des Hochzeitshauses betreffe (es gehört der Stadt), so müsse man bei einer Neukonzeption auch für eine zeitgemäße Infrastruktur sorgen, das heißt Empfangsbereich, Toiletten, Heizung, etc.

Da die Stadt aber ihre Finanzen konsolidieren müsse, habe die Stadtverordnetenversammlung beschlossen zu prüfen, ob nicht ein Gebäude, nämlich das Hochzeitshaus, für das Museum ausreiche.

All das werde diskutiert, man sei jedoch noch am Anfang, betonte Lange. Zudem werde Fritzlar frühestens 2013 wieder Zuschüsse aus dem Programm Aktive Kernbereiche erhalten, vorher seien Edertal und Bad Wildungen an der Reihe.

„Das Programm läuft bis 2017, bis spätestens dahin müssen wir uns entschieden haben“, sagt der Bürgermeister. (ode)

Quelle: HNA

Kommentare